Advent, Advent, ein Wichtel flennt


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flickr.com/ Latvian Foreign Ministry/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Steingeseier wird Bundespräsident

Was soll die hohe Bundespolitik mit einer andächtig vorweihnachtlichen Adventszeit gemeinsam haben, um obendrein dermaßen flegelhaft von einem Wichtel auszugehen? Bloß keene Fisimatenten, hat alles schon seine Richtigkeit, werte Kollegen. Ja, och Sie dahinten sind jemeint.

Immerhin mußte ja der junge Steingeseier direkt nach dem Abi zum Barras, andererseits fragt man sich schon, mußte er wirklich? Manch seiner Kumpanen ham doch voller Überzeugung den Wehrdienst verweigert, schon gleich damals, so direkt nach dem Vietnam-Krieg, wo doch mit der Watergate-Affäre ohnehin klar war, in welch schmutzige Machenschaften nicht nur die Amis steckten, sondern ebenso ihre treudoofen Verbündeten wie die BRD selbst.

Naja, man muß doch schließlich gleichzeitig seinen Mann stehen, nen juten Willen zeigen, macht sich prima in der Vita, besonders in der politischen. So wie viele andere och, erst mal nach der Bundeswehrzeit wat ordentliches studieren, in seinem Fall Jura, um als promovierter Doktor der Rechtswissenschaft anschließend in ner Staatskanzlei erste praktische Erfahrungen zu sammeln.

Apropos Flaschen sammeln. Dette dürfen schon viel zu lange neben den vielen Obdachlosen och Armutsrentner und die Verlierer der Arbeitswelt, seitdem gerade Steingeseier so richtig in die Vollen ging mit der Hartz-IV-Gesetzgebung, dieser Eintrittskarte eener gebeutelten Arbeitgeberkaste, die seitdem per Niedriglohn und Leiharbeit vermehrt mitspielen darf bei der Ausbeutung, denn Konzerne müssen ab und an paar Krümmel dem Mittelstand gönnen, bevor er gänzlich abgebaut.

Und wer war mit dabei an vorderster Front der Heuchler und Hetzer, na klar doch, Wichtel Steingeseier. Um dem noch wat druff zu setzen, fühlt man sich berufen, auf dem Maidan-Platz als Außenminister beim Ami zu punkten per lautstarker Rede, die Nazis an sicherer Seite, dat neue Feindbild Russland zu verkünden, um gleichzeitig Beschwichtigungswillen im diplomatischen Reigen anzupreisen. Welch verlogene Häme dieser politischen Mächte, Hauptsache die Waffengeschäfte florieren, wat interessiern da soziale Notstände hierzulande und erst recht weltweit.

Nö, wir sind nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber och in Deutschland kann ein Kriegstreiber und Sozialrassist es weit bringen, diese Große Koalition einigt sich ziemlich eindeutig für diesen Wichtel, das Amt des Bundespräsidenten zu füllen. Das Volk wird ohnehin nicht gefragt, jedoch hofiert solch Nüllen.

Hatte schon sein Vorgänger, der noch Amtierende, für genug Unmut gesorgt, fällt es wohl nicht weiter auf, wenn ein ach so neuer sympathischer sich versuchen darf. Der Kreis schließt sich erneut, es zählen keineswegs die Taten, sondern einzig und allein der verlogene Schein.

Lotar Martin Kamm

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