Einflussreiche Persönlichkeiten bestimmen den Lauf der Welt


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flickr.com/ ssoosay/ (CC BY 2.0)

Viel Show oder tatsächlich per Nachhaltigkeit?

Manche mögen sich die Frage stellen, am Ende ihrer letzten Atemzüge, was übrig geblieben vom zurückliegenden Leben, einige berichten, die unerwartet wiederkamen, sie hätten in ungeheurer, kaum erfaßbarer Geschwindigkeit wichtige Erlebnismomente nachempfinden bzw. sehen dürfen, bevor sie zurückgelangten in die Gegenwart.

Obwohl der schlichte Bauarbeiter, namenlos ohne große Worte seiner Rolle gerechtwerdend in unzähligen, mühseligen Stunden etlichen Bauherren die Taschen füllte, Häuser auch durch ihn entstanden, erscheinen Namenslisten einflußreicher Persönlichkeiten. Sollte man ihnen viel Show oder tatsächlich Nahhaltigkeit nachsagen?

Denkwürdige Listen mit unterschiedlichen Kriterien

Auf sämtlichen Ebenen sich messen und vergleichen, eine allzu gewöhnliche Eigenschaft des Homo sapiens, der dies alltäglich praktiziert. Trotzdem meint das ziemlich erfolgreiche Wirtschaftsmagazin, das Forbes Magazine, seit 2009 die Liste der mächtigsten Menschen der Welt (The World’s Most Powerful People) veröffentlichen zu müssen, wobei tatsächlich die Aufnahmekriterien nach dem Ausmaß der Macht über Humankapital als auch finanziellem Kapitel sowie der Höhe des Einflußes auf weltpolitische Ereignisse gelten. Dabei behauptete 2015 Wladimir Putin an dessen Spitze den ersten Platz, während unsere Bundeskanzlerin auf dem zweiten Platz, Barack Obama sich mit dem dritten begnügen muß.

Völlig andere Kriterien obliegen der Liste der 100 einflußreichsten Personen der Welt, die das US-Nachrichtenmagazin Time jedes Jahr zum Besten gibt, ohne dabei eine bestimmte Reihenfolge festzulegen. Diesjährig gehören Nordkoreas Machthaber Ki Jong Un genauso dazu wie Papst Franziskus oder Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.

Bereits schon seit bald 35 Jahren auf dem Markt wird nach wie vor Michael H. Harts Buch „The 100: A Ranking of the Most Influential Persons in History“, die 100 einflußreichsten Persönlichkeiten der Menschheitsgeschichte, kritisch betrachtet, selbst wenn angeblich eine weltweite Akzeptanz seiner Konzepte stattfinden soll. Man mag nachvollziehen, daß unter den ersten 5 Plätzen seiner Reihenfolge sich 4 Religionsstifter befinden, Mohammed an erster, Jesus von Nazaret an dritter und Buddha an vierter.

Wieso einem Adolf Hitler (Platz 39) mehr Einfluß zugesprochen wird als ein 5 Plätze hinter ihm liegender John Locke, sollte schon bedenklich stimmen, wenn man weiß, welch wichtigen Meilenstein der britische Philosoph der Menschheit hinterließ als Vordenker der Aufklärung und Vater des Liberalismus.

Viel Rummel um wenig bis nichts

Immer wenn bestimmte Vorgaben meinen, sie müßten mit Nachdruck Einfluß nehmen mittels großartiger Promotion, und solches stellen solche Auflistungen unbedingt dar, selbst wenn die Kriterien in akribischen Argumentationsketten sich zu rechtfertigen versuchen, horchen Skeptiker völlig berechtigt auf und richten ihren Blick auf Details, hinterfragen ausführlichst.

Natürlich wird niemand an das Genie eines Leonardo da Vincis zweifeln, an einen Salvador Dali oder an Isaac Newton, diese Würdigung und somit der Respekt ihren Lebenswerken gegenüber sollte selbstverständlich Anwendung finden. Allerdings kann man nur schulterzuckend und vielleicht die eigentlichen Beweggründe wissend, sich über eine übertriebene Zurschaustellung gewisser Menschen wundern oder aber hinnehmen, wie es sich eigentlich verhält: viel Rummel um wenig bis nichts.

Eines sollten wir dabei niemals außer acht lassen: Jeder Mensch ist es wert, ihn in Würde zu beachten, zu empfangen und zu respektieren, der sich uns und allen gegenüber genauso verhält. Das gegenseitige Geben und Nehmen ohne Übervorteilung, Neid, Mißgunst und die Alltagsbewältigung ohne viel Aufhebens, das macht ein harmonisches Miteinander aus. Nicht die einzelnen Ausnahmen ganz besonders starker Wesen prägen das Sein auf Erden, sondern letztlich ein dauerhaft friedliches Zusammenleben im Idealfall.

Jedwedes kleine Detail in unserem Leben hat seinen sinnvollen Platz. Wir mögen nicht unbedingt alles erkennen, aber mit gebotenem Respekt in uns hineinhorchen, um das eine oder andere Verborgene zu entdecken und zu hinterfragen.

Lotar Martin Kamm

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