Elixier des Bösen von dannen jagen


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Huxleys „Schöner neuen Welt“ entgegentreten

Laßt doch mal all jene Szenarien uns beiseite schieben, die Mutter Erde in Bedrängnis bringen könnten, einfach an das Gute in den Menschen glauben, seinen innigsten Wünschen entsprechend ihn fördern, wo immer möglich. Dabei gäbe es jede Menge Chancen, eine solche Welt zu erschaffen, in der kein Hunger, keine Gewalt, keine Kriege für Elend und Haß sorgen, sondern die Liebe ein friedliches Miteinander fördert.

Utopische Gedanken ohne Sinn und Verstand, weil bisherig der Verlauf der Geschichte gänzlich anderes offenbarte? Sicherlich, viel Hoffnung mitschwingt, Mensch möge sich besinnen, wieso er auf Erden verweilt. Schalten wir doch mal für Momente all die wirtschaftlichen Abhängigkeiten aus, die maßgeblich für jenes Leid verantwortlich sind, stellen uns vor, nicht nur die zehn Gebote würden gelten, vielmehr Mensch lebt in der festen Überzeugung, ein Bestandteil im Schöpfungsplan zu sein, stets die Einhaltung eines friedliebenden Zusammenlebens vor Augen, jedes Problem würde ohne gegenseitige Verachtung gelöst.

Was wäre dies wohl für eine Welt? Ein Ort für Träumer, in der das Gute gelebt, während böses nicht existent? Somit kein Neid, keine Mißgunst, kein Haß, keine Gewalt den Alltag stört, sondern jeder Mensch auf Augenhöhe dem anderen begegnet, mit Respekt und liebevoll.

Hat die Schöpfung nicht genau dies ersonnen, als Homo sapiens den Blauen Planet zu bevölkern begann? Jenes Wesen, welches nur seinen Verstand einzusetzen braucht, um sich alles zu erdenken, welches das Dasein hier auf Erden angenehm und lebenswert zu gestalten?

Dennoch obsiegt das Bösartige in weiten Teilen, die Folgen überall sichtbar, eine dramatische Zerstörung von Mutter Natur, ein Ungleichgewicht gesellschaftlichen Zusammenlebens, auf der einen Seite zunehmende Armut bei gleichzeitigem Überreichtum. Welch Schieflage, die erst recht für berechtigte Wut sorgt, diejenigen davonzujagen, die genau solch Elend dulden und verursachen. Letztlich der Garant dafür, ständig weiter Zerstörung und Kriege zu initiieren, eine Spirale der Gewalt, die nie endenwollend anhält, ein Elixier des Bösen, daß auf diese Weise seine Berechtigung auslebt, zum Leidwesen all jener, die dies täglich verhindern wollen.

Chancen vorhanden, solche Zustände wenigstens abzumildern? Klar doch, aber die entfachten Kräfte einer nimmersatten Elite, ihren einmal erworbenen Reichtum nicht nur zu behalten, sondern obendrein ständig zu vergrößern, lassen sich eben nicht simpelst stoppen. Dazu bedarf es einer gutdurchdachten Strategie, wobei stets das Risiko der Bestechlichkeit derer mitschwingt, die dagegen vorgehen, sich nicht doch in einen Sog eigener Bereicherung ziehen zu lassen. Vergleichbar mit Spielsüchtigen. Es bedarf eines eisernen Willens, dabei eine wirklich gerechte Gesellschaft als Ziel vor Augen zu sehen, für die es sich einzusetzen lohnt. Dem muß genau jene Erkenntnis vorausgehen, daß am Ende der Überreichtum verschwindet, keine dermaßen ungerechte Übervorteilung jemals wieder zugelassen werden darf.

Humanität läßt sich nicht verordnen, entweder man praktiziert sie aus Überzeugung auf allen Ebenen oder manche machen sich und anderen etwas vor, worunter deren Mitmenschen dann zu leiden haben.

Lotar Martin Kamm

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