Klimawandel: Arroganz der Leugner schreit gen Himmel


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flickr.com/ Gobal2000/ (CC BY-ND 2.0)

Immer schön wegducken fürs Geschäftsleben

Womit wir zugleich beim Thema wären. Die Diskussion, ob ein Klimawandel stattfindet oder angeblich nicht, findet sehr schnell ein jähes Ende, weil Profitgedanken- und Versprechen die zügellose Maßlosigkeit derer inspiriert, die den Hals nicht voll genug bekommen. Dann wischt man mal eben ziemlich eindeutige Beobachtungen weg, die nicht unbedingt wissenschaftlicher Beweise bedürfen, sie sprechen für sich bzw. einen Klimawandel.

Doch die Arroganz der Leugner schreit gen Himmel, dem Raum, wo sämtliche Industrieabgase entschwinden, um letztlich die weltweite Erwärmung zu initiieren. Das Schrumpfen des globalen Meereises stellt nur ein unübersehbar wichtiges Indiz dar, die daraus sich entwickelnde Kettenreaktion einer Klimaveränderung, die wiederum die Naturkreisläufe erheblich schädigt, kann niemand einfach wegdenken.

The Day after Tomorrow – wenn aus Fiktion Wirklichkeit wird

Selbstverständlich darf ein Film in seiner künstlerischen Freiheit durchaus auch übertreiben, ein Temperatursturz von rund 100° C ist physikalisch unmöglich. Dennoch stimmt die Bedrohung angesichts schmelzender Eisflächen an den Polkappen sehr wohl, ergibt sich daraus eine klimatisch erhebliche Gefahr, wirbelt das weltweite Wetter durcheinander. Roland Emmerich deshalb zu belächeln, mag einer nahezu grenzenlosen Selbstüberschätzung gleichen, wenn aus Fiktion dennoch Wirklichkeit wird.

Oder sind die überall sichtbaren Gletscherschmelzen ebenso rein zufällig, das Verschwinden ganzer Seen, denken wir an die erheblichen Verluste an Wassermassen beim Victoriasee in Afrika, aber auch an die wesentlich schnellere Erwärmung im Eiltempo, was gar die Trinkwassergefährdung ganzer Regionen bedeutet?

Trumps Ansage zur Kündigung des Pariser Abkommens hat fatale Folgen

Zugleich kurbelt der neugewählte US-amerikanische Präsident dadurch die fossilen Energiekonzerne wieder an, sich an weltverändernden klimatischen Horrorszenarien zu beteiligen. Hauptsache die Geschäfte fruchten, was noch im Wahlkampf als „teuren Schwindel“ abgetan wurde, soll jetzt Folgen haben. Ein Myron Ebell wird offensichtlich entscheidend mit dazu beitragen, die Umweltbehörde EPA wirkungslos zu machen, wie der Tagesspiegel berichtet. Die Verhandlungen des Klimagipfels in Marrakesh lassen sich aber dadurch keineswegs beeindrucken. Gut so.

Dennoch dürften Trumps Ansagen zur Kündigung des Pariser Abkommens fatale Folgen haben, fühlen all jene sich bestätigt, die schon immer den Klimawandel als verschwörungstheoretische Mär betrachteten, allen voran die konservativ ausgerichteten Think Tanks in den USA wie das Cato Institute, Competitive Enterprise Institute oder das Heartland Institute. Selbst hierzulande schließen sich Rechtspopulisten ihnen überschwänglich an, versprechen sie sich doch dadurch mehr Zustimmung. Die Leugnung des Klimawandels in etwa auch ein Politikum, welches man für seine Zwecke gern mal mißbraucht? Es scheint so.

Lotar Martin Kamm

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