Es war Sommer, als sie kam


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Kaum Windhauch unterm Blätterzelt,
kein Laut – die Sonne hält Gericht.
Mir war als sei’s das Ende dieser Welt,
da sah ich erstmals ihr Gesicht.

Diesen Augenblick vergeß‘ ich nimmer,
sah ich doch in Züge wie von Eis.
Fand keinen frohen Lebensschimmer,
und auch kein Lächeln, so ich weiß.

Es gab mir einen Stich ins Herz,
was hat dies nur so gefügt:
Schönheit, solchermaß‘ gepaart mit Schmerz,
und hoff‘, daß meine Ahnung trügt.

Ich wollte dies ergründen,
behutsam, ohn‘ zu weit zu geh’n.
Will ihr Lachen wieder finden,
sie nimmer im Meer der Kälte seh’n.

Der Frühling kam, und meine Zeit verrann –
ihre Liebe konnt‘ ich nicht erringen.
Und doch gelang’s mir dann und wann,
ein Schmunzeln in ihr Antlitz zu bringen.

Ja, es war Sommer als sie kam,
und im Frühling ist sie gegangen.
Einen meiner Träume sie mit sich nahm,
wohl um die ihren zu erlangen.

Peter Petereit

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