Nerzfarmen: Tierleid weiterhin auch hierzulande geduldet


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flickr.com/ Patrick Sabatkiewicz/ (CC BY-SA 2.0)

Zwischen illegaler und legaler Haltung – Grausamkeit hält an

Trotz etlicher Bestimmungen und Gesetze, die gleichzeitig den betroffenen Tieren in Wirklichkeit kaum Verbesserungen ihrer Lebensumstände bedeuten, verbleibt obendrein noch die illegale Haltung von Nerzfarmen sowie Pelztierfarmen im allgemeinen. Mit welcher Berechtigung wird weiterhin auch hierzulande jenes Tierleid geduldet?

Während die Politik doch tatsächlich glaubt, mittels legaler Haltung in Pelztierfarmen würde sie dem Tierschutz gerecht werden, schaut die reale Situation vor Ort gänzlich erschreckend aus, die Grausamkeit hält nonchalant an.

Gutachten zur tiergerechten Haltung und Tötung von Pelztieren eine einzige Farce

Vergessen Sie Richtlinien, auch jene Empfehlung des Europarates aus dem Jahre 1999, in der angeblich die Grundlage der Gesundheit gezüchteter Pelztiere gewährleistet sein soll. Was nutzen Richtlinien bezüglich der Ausrüstung, Behausung, Farmhaltung, Forschung, Gesundheitsuntersuchung und der Tötungsmethoden, den Einsatz von Medikamenten und anderen Substanzen zu verbieten, wenn tatsächlich die betroffenen Tiere zusammengepfercht auf engstem Raum vor sich hin vegetieren, das Leid somit bestehen bleibt?

Mit anderen Worten, nicht die Politik wird es richten, sondern die Gesellschaft sollte sich aufgefordert fühlen, wesentlich mehr dagegen zu protestieren, wie auch „Tierretter“ betont, in der legal betriebenen Nerzfarm in Grabow sieht man die grausame Haltung.

Abschaffung aller Pelzfarmen – weltweit!

Das sollte die Option sein, um jenes Tierleid zu beenden. Immerhin sind 86% der Deutschen gegen Pelze, in den verbleibenden sechs Nerzfarmen hierzulande sterben immer noch an die 150.000 Nerze jährlich. Das begehrte Fell der Nerze, aus der Familie der Marder stammend, wird nicht mehr für Jacken und Mäntel verwendet, allerdings noch für Pelzkrägen oder andere Verzierungen.

Einen wahren Justizkrimi erlaubt sich eine Nerzfarm in Rahden-Varl im Kreis Minden-Lübbecke, sie klagt vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gegen die seit 2011 geltenden Vorschriften zu Haltungsbedingungen, obwohl diese bekanntlich schon alles andere als tiergerecht zu bezeichnen sind. Trotz der Entlarvung seitens PETA, daß die Farm letztlich illegal betrieben wird, weil sie sich über Vorgaben hinwegsetzt, kann der Betreiber sich hinter juristischen Spitzfindigkeiten verschanzen, das Tierleid hält einfach an.

Wer tatsächlich das Leid der betroffenen Pelztiere beenden will, sollte die verantwortliche Politik bemühen, dies einzuleiten. Insofern kann es nur lauten: Abschaffung aller Pelzfarmen, und zwar weltweit!

Lotar Martin Kamm

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