Hallodri und Halunke


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Hallodri und Halunke
wachen nebeneinander auf,
sie waren in der Spelunke,
schliefen ihren Rausch aus.

Erschrocken sind sie beide,
fremd das Angesicht,
schwer nicht nur die Beine,
bleiern das Gleichgewicht.

Trotz des Kopfes Dröhnen
sie sich freundlich begegnen,
warum jemanden argwöhnen,
der mit dir im Park gelegen?

Zum Abtritt müssen sie torkeln,
den Frühschoppentrunk
brauchen sie nicht besorgen,
im Park geht Schnaps reihum.

Mittagszeit ist längst schon,
auf des Parkes Wiesen
tummeln sich viele ohne Lohn,
die von vorneherein verlieren.

Hallodri sonst geflissentlich
sein Leben meistert,
Halunke schlägt sich
durch, das ihn begeistert.

Sie trinken auf Freundschaft
und bessere Zeiten,
Hallodris Vertrauen erschlafft,
selbst nicht beim Geldausleihen.

Langsam wird es Abend,
ein Alter reicht Hallodri sein Bier:
„Nicht bis zum Weltenend
ist der wieder hier.

Mit ihm kann man saufen,
aber er ist nicht wie wir,
vom Leben will er weglaufen,
er ist nicht gestrandet, deshalb hier.

Er lacht uns Gestrandete aus,
beherrscht Stehlen und Lügen,
Ehrlichkeit treibt ins Armenhaus,
er hält es lieber mit Betrügen.

Trink mit mir das Bier leer,
du bist als Freund willkommen,
Halunken sind keine Tränen wert,
egal ob reich, unten angekommen.“

Nafia

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