US-Wahl: The Donald nächster Präsident der USA


https://www.flickr.com/photos/donkeyhotey/24854169213/sizes/z/

flickr.com/ DonkeyHotey/ (CC BY 2.0)

Rassismus und Frauenverachtung obsiegen – Rechtspopulisten frohlocken weltweit

Was schon nach den erhaltenden Stimmen in Florida sich abzeichnete, wurde im Laufe dieses morgens zur Gewißheit. The Donald wird der nächste Präsident der USA, Hillary Clinton konnte nicht annähernd die nötige Mehrheit der Wahlmänner hinter sich vereinen, was wir im August für nicht möglich prognostizierten. Rassismus und Frauenverachtung, die eindeutig den Wahlkampf des zukünftigen 45. Präsidenten begleiteten, obsiegen nunmehr. Rechtspopulisten frohlocken weltweit, ein düsterer Tag für all jene, die an die Werte einer freien Gesellschaft glaubten.

Die Führung der Republikaner gilt erst recht im Senat sowie im Repräsentantenhaus als gesichert. Sicherlich werden viele Kritiker Trumps verstummen, wenn es um Machterhalt und Pöstchen geht. Dennoch darf sich dieser neue Präsident nicht ausschließlich auf seine vollmundigen Ankündigungen verlassen, sie simpelst umsetzen zu können. Die Supermacht USA entspricht eben keinem Konzern, sondern diese Nation hat obendrein sich auch an internationale Verpflichtungen zu halten, selbst wenn der Hegemon meist seine Ziele gewaltsam umsetzt.

Trumpf, Trompete oder Furz – wer regiert diese Nation?

Sie haben ganz richtig gelesen. Das englische Wort trump steht für Trumpf, Trompete oder umgangssprachlich für einen Furz. Den „feinen Kerl“ übersehen wir mal lieber geflissentlich, denn das kann man in dem frisch gewählten Präsidenten beim besten Willen kaum vermuten. Eher das Gegenteil. Seine politischen Positionen stehen für keine guten Optionen. Strafzölle stehen demnach ins Haus, Obamas Gesundheitsreform „Obamacare“ dürfte ein jähes Ende finden, das Waffenrecht wird wohl nicht verschärft, sein Fokus wird sich wieder bei der Energie in Richtung Gas, Kohle und Öl richten, einer sauberen Energiewende verschließt er sich. Folgt schon bald eine Mauer an der Grenze zu Mexiko?

Ob die außenpolitische Annäherung zu Wladimir Putin sich durchhalten läßt, bleibt mal dahingestellt, genauso wie das Verhältnis zwischen Merkel und dem neuen Mann im Weißen Haus. Letztlich bestimmen die weltpolitischen Ereignisse eine jeweilige Reaktion, vor der sich auch Donald Trump nicht einfach so hinwegsetzen kann, internationale Verpflichtungen entstanden nicht gerade zufällig, sondern ihnen gingen gewisse Entwicklungen voraus, die sich nicht über Nacht wegdenken lassen.

Kein Ruck ging durchs Lager der Demokratischen Partei

Mit dieser Kandidatin. Hillary Clinton, auch von spitzen Zungen als „Cillary“ bezeichnet, weil sie vollmundig sich eher für militärische Lösungen entschied, Obama riet sie als Außenministerin, Libyen anzugreifen, in Syrien hätte sie höchstwahrscheinlich eine militärische Auseinandersetzung mit Russland in Kauf genommen, war jetzt im Nachhinein keine gute Entscheidung, ihr das Feld zu überlassen, es ging in sofern kein Ruck durchs Lager der Demokratischen Partei.

Ob ein Bernie Sanders alles anders gemacht hätte, bleibt mal dahingestellt, auch er unterliegt, so wie alle US-amerikanischen Präsidenten, dem militärisch-wirtschaftlichen Komplex, der die Fäden in Wirklichkeit in den Händen hält. Wer hierbei noch an politische Einflußnahme glaubt, hat wohl die letzten Jahrzehnte gepennt. Spätestens mit der Ermordung John F. Kennedys war dies mehr als offensichtlich. Vielleicht hätte Sanders trotzdem die ein oder andere Forderung durchsetzen, den ein oder anderen Wähler überzeugen können, so daß heute kein Donald Trump die Geschicke dieser USA lenken würde.

Fazit dieser Wahlentscheidung

Nicht Trump hat als charismatischer Mann von Welt die Wahl für sich entscheiden dürfen, sondern viel eher die Mehrheit der US-Amerikaner verlor das Vertrauen in die Politik selbst, zu groß die Enttäuschung vollmundiger Versprechungen bei anhaltend zunehmender sozialer Schieflagen. Das soll sich unter Trump etwa ändern? Mitnichten. Auch dieser Präsident wird dem Weg des Profits folgen, dabei die Masse der Verlierer des Globalismus und des Raubtierkapitalismus leer ausgehen.

Am Ende obsiegen nur, wie im Wahlkampf selbst deutlich feststzustellen, viele Sprüche, denen handfeste Taten zum Wohle aller eben nicht folgen. In Europa wird sich nunmehr der Rechtsruck erst recht ausbreiten, in Frankreich eine Le Pen, hierzulande eine AfD, die im nächsten Jahr noch mehr Stimmen erhalten, beflügelt durch die heutige Wahlentscheidung. Ein schwarzer Tag für all jene, die nicht einer Clinton zujubelten, sondern noch an den Restverstand geistiger Weitsicht glaubten.

Lotar Martin Kamm

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu US-Wahl: The Donald nächster Präsident der USA

  1. PachT / Blogger schreibt:

    Fazit aus demokratischen Wahlen – wo auch immer

    Ein demokratisch zustande gekommenes Wahlergebnis sollte im In- und Ausland bei der Aufdeckung zurückliegender Fehler in der Politik dienen und nicht der Spekulation über etwaige Schuldige … Diese werden mit den erkannten Fehlern zwar offenbar; spürbare Konsequenzen aber bleiben eh aus!

    (C) PachT EF 09.11.16 Aus meinem Pressebeitrag

    Gefällt 1 Person

  2. Sabine Adameit schreibt:

    Ich glaube, Demokratie heißt mittlerweile, Dummheit dominiert… :-/

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s