Burkina Faso: Yacouba Sawadogos Wald in der Wüste


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flickr.com/ World Resources/ (CC BY-NC-SA 2.0)

Verbesserte Zaï-Methode wider internationaler Entwicklungshilfe

Die trockene Sahelzone bietet Mensch und Tier kaum Chancen, ein dortigst längeres Überleben darf als nahezu aussichtslos gewertet werden, es sei denn, entsprechende Vegetation setzt diesen Zuständen etwas wirkungsvolles entgegen.

Im Norden von Burkina Faso, eines der ärmsten Länder Afrikas, gelang dem Bauern Yacouba Sawadogo, was noch keine Holfsorganisation zustande gebracht hatte, er ließ die Wüste in Bäume sprießen, wie Andrea Jeska in ihrem Artikel beschrieb. Die uralte, aber nunmehr verbesserte Zaï-Methode wider internationaler Entwicklungshilfe. Welch imposante Erfolgsstory!

Vom Bauern zum „Der Mann, der die Wüste aufhielt“

Zu Beginn der 1980iger Jahre herrschte eine besondere Dürre ebenso am Rande der Sahelzone im Nordwesten von Burkina Faso in der Provinz Yatenga, eine große Hungersnot kostete Millionen Menschen das Leben, doch der einfache Bauer Yacouba Sawadogo entsann sich der alten Zaï-Methode, die allerdings nur verbessert Wirkung zeigen würde. Kurzentschlossen vergrößerte er die Pflanzlöcher, setzte Steine drumherum, füllte sie mit einem Gemisch aus Asche, Blättern und Dung, Termiten taten ihr übriges, die Erde lockerte sich, ein besserer Wasserabfluß war gewährleistet. Beste Voraussetzung für die Regenierung der Böden, der Wald konnte wachsen.

Der Kamera-Mann, Mark Dodd, der Yacouba Sawadogo 2007 kennenlernte, war schnell Feuer und Flamme, drei Jahre später erschien sein Dokumentarfilm „Der Mann, der die Wüste aufhielt“ (The Man Who Stopped the Desert), dem eine hohe internationale Anerkennung folgte.

Entwicklungshilfe alles andere als nachhaltig – Yacouba Sawadogo setzt sich durch

Solche Ausnahmeerscheinungen sollten keineswegs darüber hinwegtäuschen, was noch alles verkehrt läuft im geschundenen Afrika. Die Entwicklungshilfe erweist sich als alles andere als nachhaltig, wie bereits seit Jahren schon Volker Seitz zurecht anmahnt. In seinem Interview, welches Querdenkende mit ihm im Dezember des letzten Jahres führte, betonte er, daß bisherig in keinem Land der Welt Entwicklungshilfe zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum geführt habe.

Muß erst ein Yacouba Sawadogo erscheinen und die Weltöffentlichkeit quasi vorführen, daß es auch anders gehen kann? Es scheint so, aber im positiven Sinne, obwohl ihm sein Erfolg mißgönnt wurde, Andrea Jeska wies bereits darauf hin, sein Wald war gefährdet. Die jüngsten Aktionen lassen allerdings hoffen, daß er sich doch noch durchsetzen konnte, Masterclasses zur Schulung seines Erfolgsrezeptes zeugen vom Willen der Weiterführung.

Lotar Martin Kamm

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