Wattenmeer: DEA-Ölbohrungen gefährden das wertvolle Ökosystem


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flickr.com/ daniel.stark/ (CC BY 2.0)

Robert Habecks Versprechen ein Erfolg?

In Schleswig-Holstein ticken die Uhren ein wenig anders als im übrigen Deutschland, in diesem speziellen Fall eher gut fürs Wattenmeer könnte man meinen, wo doch jüngst der zuständige Umweltminister Robert Habeck per vollmundigem Versprechen bei der Übergabe der rund 24.000 gesammelten Unterschriften, die ihm per Flaschenpost übergeben wurden, in Aussicht stellte, daß die beantragten erneuten Ölbohrungen des Ölunternehmens DEA nicht genehmigt würden.

Eine Erfolgsstory nach vehementen Protesten, wo besonders Greenpeace tatkräftig mitwirkte oder eher eine Verzögerung, da Konzerne kaum ruhen werden, wenn es um mögliche Profitverluste geht?

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ständig bedroht

Ging doch bisher alles gut, oder? Allein die erteilte Erlaubnis, daß DEA in der Vergangenheit das größte Ölfeld „Mittelplate“ am südlichen Rand des Nationalparks Schleswig-Holstein Wattenmeer errichten durfte, die Produktion begann vor dreißig Jahren, wirft genug Fragen auf, was sich die zuständige verantwortliche Politik dabei gedacht hat.

Schwierig genug gestaltete sich der Prozeß der Gründung des Nationalparks, dem zunächst etliche Proteste der Bevölkerung vor Ort vorausgingen, sie fühlte sich schlicht übergangen. Dem ersten Nationalparkgesetz folgte 14 Jahre später 1999 das zweite, welches wesentlich verbesserte Angebote beinhaltete, die Bevölkerung und Nutzer vor Ort einzubeziehen, Arbeitskreise und kooperative Projekte berücksichtigten die unterschiedlichen Belange, der Küstenschutz hatte weiterhin Vorrang vor dem Naturschutz.

Landtagswahl im Mai 2017 – Fortsetzung der Dänen-Ampel?

Laut den jüngsten Umfragen des Meinungsforschungsinstituts INSA dürfte die SPD diesmal als stärkste Partei mit 31% hervorgehen, die CDU verlöre gar 5%, erhielte somit nur 26% der Wählerstimmen, die Grünen blieben bei 13% (0,2% weniger), die FDP rücke ihr allerdings mit 12% auf die Pelle, die AfD wäre mit 6% als fünfte Partei im Landtag, die Piraten mit einem Verlust von 7% die Wahlverlierer. Somit könnte die Dänen-Ampel, da der SSW mit 4% von der Sperrklausel ausgenommen, weiterregieren.

Bei einer solchen Prognose stünden die Chancen gut, daß das gegebene Versprechen des Umweltministers Habeck weiterhin greift, DEA demnach mit keinen weiteren Bohrungenen das Wattenmeer gefährden könne. Es verbleiben die Gefahren durch die Bundeswehr, die dort Rüstungs- und Raketentests durchführt, von den im Wattenmeer sich befindenden Altlasten an Munition vom Zweiten Weltkrieg (von 400.000 bis 1,3 Millionen Tonnen ist die Rede), die korridieren, in sofern tickenden Zeitbomben gleichen.

Lotar Martin Kamm

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