USA: Uncle Sams ungehobelter Kurs im Aufwind


https://pixabay.com/de/blamage-erniedrigung-uncle-sam-230907/

pixabay.com

In God we trust – längst über die Ziellinie hinaus

Unter gar keinen Umständen darf sich Europa verzetteln oder vor den US-amerikanischen Karren spannen lassen, denn in Zeiten des bewußt herbeigeführten Putsches im zweitgrößten europäischen Staat, der Ukraine, war mit dem berechtigten Widerstand seitens Russlands sehr wohl zu rechnen.

Daher muß man den nach dem Zweiten Weltkrieg sich stückweise entwickelnden Antiamerikanismus durchaus nachvollziehen, zumal die US-Politik unverkennbar weltweit genügend Schaden anrichtete. Was man gestern, vielmehr vor gut einhundert Jahren mit Uncle Sam verband, kann man nur als ungehobelten Kurs werten.

Die Welt das Fürchten lehren

Auf Schiffen waren sie unterwegs gewesen, um die Neue Welt mit allen Mitteln zu erobern, und der Preis war sehr hoch, den nicht nur viele von ihnen selbst bezahlen mußten, sondern die dortigen Ureinwohner wie allgemein bekannt. Die Wiege dieser Expansionspolitik befand sich insofern in Europa, dem Kontinent, der nach etlichen Schlachten mit dem Rest der alten Welt sich durchsetzen konnte.

Allerdings entstand dort in der Mitte des letzten Jahrtausends eine neue Ära, welche Lunte gerochen hatte, suchte seitdem ständige Befriedigung und das ziemlich dramatisch eindrucksvoll. Es baute sich im fernen Westen eine unverkennbare Plutokratie auf, die schon bald die Welt das Fürchten lehren sollte.

Eine Spur des blutigen Geldes und ihre Opfer

Natürlich könnte man dem Kern dieser Aussage eine wesentlich zutreffendere Interpretation einfügen, weil die Argumentation eines christlichen Hintergrundes fadenscheinig und somit schwammig daherkommt. In Wirklichkeit sollte es nicht lauten, In God we trust, sondern viel zutreffender, in money we trust. Sie setzten 1864 diesen Leitspruch ihrer Nationalhymne, aus dessen Zeile, And this be our motto: „In God we trust“, sie dieses fragwürdige Motto entnahmen, auf sämtliche Geldscheine und Münzen.

Welch Widerspruch, ein Volk, dessen erklärte Relgionsfreiheit ihren demokratischen Charakter unterstreichen sollte, prägt diesen Leitspruch auf ihr Zahlungsmittel. Die Spur des blutigen Geldes fand stets ihre Opfer, eine Nation, die seit ihrem Bestehen von keinem Land je selbst kriegerisch direkt angegriffen wurde, abgesehen vom hochdramatischen, kurzen Krieg mit Japan nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, der abrupt mit dem Abwurf zweier Atombomben sein jähes Ende fand. Nie wieder traute sich ein anderer Staat bis heute, dem US-amerikanischen Negativ-Beispiel zu folgen, da die grausamen Ergebnisse jener Abwürfe eine abschreckende Warnung darstellten, sich ins Bewußtsein der Menschheit einprägten.

Kritische Stimmen mahnen hegemonialen Kurs der USA an

Klar doch, die Jugend rebelliert, weil sie in erster Linie ihr Elternhaus hinterfragt, aber auch sämtliche Widrigkeiten des Lebens. Ein selbstverständlicher, natürlicher Prozeß, der uns Menschen gegeben, das Los vieler Eltern oftmals nicht leicht. Kritik, ein moderates Mittel, um bestehende Verhältnisse zu durchleuchten, eventuell neue Verbesserungsimpulse zu entwickeln, daher durchaus angebracht und für alle förderlich. Wieso drückt die Weltgemeinschaft im Fall der USA beide Augen zu, läßt sie in ihrem Expansionskurs weiterhin gewähren? Zumindest all jene, die sich dieser Weltmacht unterordnen, daher automatisch Staaten wie Russland, China oder der Iran eine Konkurrenz bedeuten.

Bloß weil in den Gesellschaften pro-amerikanischer Länder eine angeblich demokratisch-legitimierte Mehrheit sich den wirtschaftspolitischen Vorgaben unterordnet, bedeutet dies noch längst nicht, daß kritische Stimmen nicht warnend den hegemonialen Kurs der Vereinigten Staaten anprangern. Der Antiamerikanismus blüht stärker denn je auf, weil zuviel Macht Mißtrauen erweckt, gleichzeitig man ohne weiteres annehmen darf, daß Europas erneute Kriegsgefahr nach jahrzehntelangem Frieden, den Jugoslawienkrieg mal ausgeklammert, schon lange geplant war. Wie sonst lassen sich die unübersehbaren militärischen Aktionen seitens den USA erklären?

Per wirtschaftlich vorprogrammierten Zerfall einer ewiglichen Wachstumsspirale, die wie selbstverständlich den westlichen Industrienationen eingeimpft wurde, sucht sich die Supermacht des Dollars neue Gebiete bzw. Kriegsschauplätze, die ihr den Wohlstand garantieren, schließlich will man ja dem eigenen Volk den Hollywoodlebensstil nicht vergraulen, der so lang eventuell kritische Zeitgeister blenden konnte. Europa somit ein Opfer der Kriegsrhetorik, um gleichzeitig Russland und China näher zu rücken? Wer tatsächlich in solchen Bahnen denkt, scheint die große Gefahr einer unkontrollierbaren Kettenreaktion gänzlich zu verkennen. Es liegt somit an uns allen, dies zu verhindern. Denn es kann und darf nicht sein, daß einige wenige, ewig Machthungrige sich die Welt untertan machen.

Lotar Martin Kamm

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Quergedachtes abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s