Zugvögel kündigen baldigen Winter an


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Vogelwilderei und Klimawandel sorgen für Irritationen

Die kalte Jahreszeit folgt alljährlich ihrem vorgegebenen Rhythmus, die Gesetze der Physik bedingen entsprechende Vorsorge in der gesamten Natur, so auch bei den Zugvögeln. Weltweit dürften an die 50 Milliarden sich auf die Socken machen, ihr nächstes Winterquartier oder Sommerquartier anzufliegen, je nachdem ob über der nördlichen oder südlichen Halbkugel unserer Mutter Erde unterwegs.

Etwa ein Zehntel davon pendeln zwischen Europa und Afrika, die Kraniche sammeln sich derzeit in Deutschland, um Kraft zu tanken für den Weiterflug nach Frankreich und Spanien, wie der NABU berichtet. Unter ihnen der wohl älteste im hohen Alter von 27,5 Jahren.

Vogelzug paßt sich nicht nur der Klimaveränderung an

Vielmehr der Überlebensnotwendigkeit schwindender Futterquellen, an denen maßgeblich Mensch selbst beteiligt, denken wir an die Landwirtschaft, ihre Monokulturen, aber auch an das Vorrücken von Ballungsgebieten, die gar ein verlockendes neues Zuhause für manche Zugvögel bedeuten mögen.

Dennoch unterscheidet man zwischen diesem Phänomen und Invasionsvögeln. Letztere können sich schon mal in Schwärmen zusammentun, um neue, weiter entfernte Futtergebiete aufzusuchen. Ob globale Erwärmung, die plattentektonische Umlenkung des kalten Humboldtstromes oder des warmen Golfstromes, derartige Veränderungen führen zu schneller Korrektur seitens der Zugvögel, darauf zu reagieren.

Wie unterscheiden wir Kraniche von Wildgänsen?

Diese Frage werden sich schon viele gestellt haben. In diesem Herbst konnten bisherig hier in Rheinland-Pfalz noch keine große Scharen von Wildgänsen beobachtet werden. Die Graugänse, die eigentlichen wilden Vorfahren unserer längst domestizierten Hausgänse, haben wesentlich kürzere Beine als die größeren Kraniche. Deren Flügelspannweite kann bis zu 222 cm betragen, bei Wildgänsen höchstens 175 cm.

Während bei Wildgänsen ein ständiges Flügelschlagen beobachtet werden kann, legen die Kraniche schon mal häufiger Segelphasen ein, begleitet von gelegentlichem Flügelschlag oder einem gänzlichen Aussetzen. Wildgänse schnattern, quäken oder quicken gar, Kraniche hingegen fallen durch ihr Trompeten auf, einem Wechsel zwischen „krarr“ und „krru“.

BirdLife-Studie belegt illegalen Vogelfang

Der inzwischen in Ägypten äußerst bedrohliche Ausmaße hat, weil das Geschäft mit dem illegalen Zugvogelfang verstärkt blüht, die Nachfrage nach der begehrten Delikatesse, seit neuestem besonders in den Golfstaaten, steigt enorm.

Schlimm genug, daß weiterhin in Italien jährlich an die 5,6 Millionen Vögel getötet werden, hat sich Ägypten längst mit eingereiht. Petitionen und Proteste sowie Abkommen können vieles bewirken, ob dies ausreichen wird, zeigt die Praxis, in der ein illegaler Handel weiter anhält. Die Bevölkerung selbst ist aufgerufen, solche Verbrechen wider der Natur zu melden, ein Bewußtsein zu entwickeln, wie wichtig doch auch Vögel sind.

Lotar Martin Kamm

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