Sprachlicher Austausch Herzstück menschlicher Kommunikation


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Mythen und Dialekte folgen ihrem Wesen

Unser blauer Planet offenbart sich vielseitig, bunt und voller Leben, herrlich das gesellige Treiben zu beobachten trotz aller Sorgen. Während in der Tierwelt eindeutig kommunikativer Austausch stattfindet, um den Fortbestand zu sichern, begann der Mensch sich gleich erheblich zu unterscheiden, in dem das Sprechen sich vielseitig entwickelte.

Zu welchem Zeitpunkt der Homo sapiens tatsächlich begonnen haben mag, mittels ersten Lauten eine Form der sprachlichen Kommunikation zu bilden, bleibt mal dahingestellt, die offiziellen Mutmaßungen selbst sind in Frage zu stellen, weil die Wissenschaft ohnehin ganz gewisse Mythen einfach ausblendet, für sie nicht existiert, was wohl nicht sein darf.

Heute geht man von rund 6.500 Sprachen aus, wobei selbstverständlich in dieser Zahl keineswegs die vielen Mundarten vorhanden sind. Mensch zog es schon immer vor, zu sprechen wie ihm der Schnabel gewachsen, frei heraus sich folglich äußert, völlig unbekümmert und eben jeweils unterschiedlich, je nach Landstrich in sich differenzierten Dialekten.

Anglizismen eine sich verselbständigende Übermacht?

Keiner kann wirklich voraussagen, in wie weit sich eine Sprache verändern wird. Wenn wir einen Blick auf die letzten vierzig Jahre werfen, muß man schon eingestehen, daß neben vielen anderen Sprachphänomenen besonders die Anglizismen sich längst im täglichen Gebrauch verselbständigen konnten. Und wer besorgt die Frage stellt, was selbst von der deutschen Sprache noch übrig sein mag, den gilt es zu beruhigen, weil eine derartige Entwicklung nicht stattfindet.

Sicherlich wird jede Sprache als dynamischer, sich stetig wandelnder Prozeß vielen Einflüssen ausgesetzt, aber ihr Kern, ihr riesengroßer Wortschatz mit all ihren grammatikalischen Gesetzmäßigkeiten darf mit Fug und Recht als stabiles Fundament bezeichnet werden. Nein, man muß viel eher wesentlich gezielter dem täglichen Sprachgebrauch folgen, unterscheiden zwischen den Begrifflichkeiten, um somit eine Entwicklung besser abschätzen zu können. Allein schon der Unterschied zwischen Dialekt und Jargon verrät, in wie weit unsere Sprache bestimmte Einflüsse längst als vollkommen selbstverständlich zugelassen hat, ohne sie selbst zu gefährden oder gar verdrängen zu wollen.

Was zeichnet den Jargon eines Menschen aus?

Durchaus seine Herkunft, also sein Elterhaus, seine Vergangenheit, die ihn unter Umständen belasten kann, denken wir z.B. an klare Absagen nach einem Vorstellungsgespräch. Der Jargon, oder auch Slang genannt, verzweigt sich ohne weiteres sehr, allein im Fachjargon gibt es enorme Unterschiede der jeweiligen Berufsgruppen, bei denen angewandte Fachsprachen für den Ungelernten „böhmische Dörfer“ bedeuten.

Ob Netz-Jargon, Knast-Jargon oder Hip-Hop-Jargon, um nur mal drei zu benennen, sie haben alle eines gemeinsam: Sie grenzen sich ganz bewußt ab von der „normalen“ Gesellschaft, schaffen ein gewisses Gefühl der Verbundenheit unter Gleichgesinnten, ähnlich wie eine Schicksalsgemeinschaft. Falls es Forscher tatsächlich ernst meinen sollten, dann schadet bestimmt nicht die Differenzierung zur Vulgärsprache, die mit einem Jargon nichts gemein hat, zumal der sonst landläufig benutzte Begriff für das Kiezdeutsch, nämlich „Kanak Sprak“, ohnehin eine unglücklich, viel eher abwertend provozierende Formulierung darstellt!

Schweigsame Menschen vermögen nach außen verschlossen wirken. Wer in die Tiefen mancher Seele taucht, kann viel ungefragtes entdecken. Ohne Kommunikation verbleiben viele offene Fragen, wofür gar ein langes Menschenleben einige unbeantwortet hinterläßt.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Sprachlicher Austausch Herzstück menschlicher Kommunikation

  1. PachT / Blogger schreibt:

    Die RECHTSCHREIBREFORM
    war m. E. ein geistiges Verbrechen an unserer deutschen MUTTERSPRACHE …
    Die AUSWIRKUNGEN werden nachhaltig sein … >> IRRUNGEN + WIRRUNGEN !

    Gefällt 2 Personen

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