Weltpolitik: Reflektion einer desaströsen Entwicklung


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Jede Zerstörung birgt auch eine Lösung

Schau dich nur in Ruhe um, siehst du nicht all die Veränderung, die längst eingetreten, unser Umfeld entscheidend prägt und belastet? Wahrscheinlich eher nicht, weil so fließend und keineswegs plötzlich, vielmehr eine gewisse Normalität sich eingeschlichen hat. Würde man das Rad der Zeit nur für eine Weile fünf Jahrzehnte zurückdrehen, die damals Lebenden ins heute projizieren, so mancher wäre schnell am Boden zerstört ob all der hiesigen Zustände.

Der Konjunktiv bringt uns allerdings nicht weiter, zumal jedwede Spekulation niemandem dient. Wesentlich hilfreicher vermag jedoch die genaue Beobachtung im Kontext einer nüchternen Analyse die Entwicklung der Weltpolitik aufzeigen, die alles andere als günstig für den Menschen und das gesamte Leben auf Erden verläuft. Trotzdem birgt jede Zerstörung auch eine Lösung, so paradox dies klingen mag.

Wie kann das sein, möchte man ganz spontan nahezu entrüstet erwidern. Wer denn das bisherige Weltgeschehen verinnerlicht, wird vielleicht bemerkt haben, daß trotz all der Kriege Menschen Zeiten des Friedens durchlebten. Oder muß man annehmen, weil bisherig nicht genügend Potential vorhanden, sich durchsetzte, eine flächendeckend weltweite Zerstörung möglich und somit in Kauf zu nehmen ist? Denken wir an Atomwaffen, die längst als Drohkulisse jederzeit zum Einsatz gelangen können. Noch finden derartige Szenarien nicht statt, außer daß die USA zweimal von ihnen bekanntlich in Japan Gebrauch machten.

In einer nicht enden wollenden Gewaltspirale kann sich die Zurückhaltung nunmehr ändern, der alte Kalte Krieg, der noch vor einem Viertel Jahrhundert als beendet galt, hat längst neue Lunte gerochen, die beiden Supermächte stehen sich im Grunde genommen feindseliger gegenüber als jemals zuvor. Obendrein kurz vor einer direkten Auseinandersetzung in einem fremden Land wie Syrien. Eine neue Qualität kriegerischer Strategie, für manche der Start zum Flächenbrand in einen dritten Weltkrieg, der wesentlich schrecklicher verlaufen und enden wird als die beiden vorangegangenen des letzten Jahrhunderts und Jahrtausends.

Wie im Großen, so auch im Kleinen. Die Gewalt zeigt überall ihre bösartige Fratze einer destruktiven Einstellung, die nur Zerstörung kennt, von Liebe keine Spur mehr. Allgegenwärtig stehen sich haßerfüllte Lager gegenüber: Links gegen Rechts, Europäer gegen Flüchtlinge, Politiker gegen ihr Volk, Gläubige gegen Ungläubige, Mackertum gegen Emanzipation, Heteros gegen Schwule und Lesben, Reichtum gegen Armut, Arbeit gegen Arbeitslosigkeit, die Reihe ließ sich bequem fortsetzen. Was soll das? Hat Mensch seinen Auftrag vergessen oder verpennt, der da lautet: Du sollst nicht töten, liebe deinen Nächsten wie dich selber? Vor allem, warum entwickelt sich eine solch blutige Spur wider des Kosmos?

Man könnte behaupten, daß die Gier obsiegt, das nimmersatte Lechzen für das bißchen Reichtum, welches lächerlich angesichts der Tatsache, daß das letzte Hemd ohnehin keine Taschen hat. Das gilt insofern für jeden Menschen. Was muß noch alles geschehen, bis eine vertiefte Umkehr einsetzt, die genau eine solche Entwicklung endlich stoppt?

Politische Entscheidungen lassen sich viel zu sehr von den Vorgaben wirtschaftlicher Einflüsse leiten, die oftmals keine Rücksicht auf menschliche Belange hegen, da der Profit stets nur seine Ziele verfolgt und somit durchsetzt. Frieden soll nicht währen, weil Kreativität eben nicht Stillstand bedeutet. Wenn sie lang genug die Meinungsfreiheit mit Lügen strafen, Ehre für ihre Zwecke mißbrauchen, dann hetzen sie wieder Völker aufeinander.

Lotar Martin Kamm

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