Kein Frühstück in der WG


https://www.flickr.com/photos/130043117@N03/16626059548/sizes/z/

flickr.com/langlebigkeitsrisiko/ (CC BY-NC 2.0)

Die Sache ist doch die,
so genau weiß ich nie,
wer morgens am Tisch
neben mir sitzt.

Es ist ein Kommen,
Gehen, Kommen.
Heute sehe ich Linda,
morgen ist Till da.

In so einer bunten WG
tut der Abschied nicht weh.
So `ne Wohngemeinschaft
gibt in vielen Dingen Kraft.

Wir können reden Stunden,
Themen schnell gefunden,
jeder kann Weisheit erlangen,
Unwissende aufgefangen.

Man ist keinem was schuldig,
außer ich werd ungeduldig,
weil wieder mal das Essen
kaufen von allen vergessen.

Manchmal wird nachts gekocht,
gebraten, Besuch gab es noch,
jeder hat sich´s schmecken lassen,
wer zuletzt kommt, der…

Kommt man morgens als Erste,
sitzen sie noch erheitert vom Feste
am Frühstückstisch,
und für mich gibt’s nichts.

Da lernt man seine Kräfte kennen,
auf dem Weg zum Dorfe rennen,
ein Kilometer hin und zurück,
das stärkt Muskeln zum Glück.

Die Sache ist doch die,
so genau weiß man nie,
warum das Schlechte
manchmal das Beste.

In der Wohngemeinschaft, nur hier
in der Essensvernichtungsmaschinerie,
wird nicht nur das Denken wach,
auch der Körper nicht schwach.

Nafia

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