Bundestagswahl 2017: Umfragen verdeutlichen AfD-Aufwärtstrend


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Deutschland auf bestem Wege zurück zum Rechtspopulismus?

Oder sollte man die Frage noch direkter und zutreffender formulieren? Warum fallen immer mehr Menschen auf die Verheißungen dieser jungen Partei herein? Braucht der unmündig nicht gebildete Bürger starke Alpha-Wesen, vor einigen Jahrzehnten gab es noch den ein oder anderen Führer, denken wir an Franco, Mussolini oder Hitler? Es scheint so.

Obendrein haben sehr offensichtlich viele dieser Sympathisanten wohl das Parteiprogramm jener AfD eben nicht gelesen, zumal unter ihnen erschreckend viele Hartz-IV-Bezieher sich befinden, Frauen, die scheinbar ein Zurück nach Heim und Herd herbeisehnen, der Mann möge das Zepter in die Hand nehmen. Auf der Welle tröger Ausländerfeindlichkeit lassen sich prima Anhänger fischen, die mal wieder diesem ewig gestrigen Feindbild verfallen.

Zahlen sprechen ihre klare Sprache

Ob man die Allensbach-Umfrage von gestern heranzieht oder den Mo-Ma-Deutschlandtrend, von den sechs Parteien (CDU/CSU als eine Partei gewertet), die somit wahrscheinlich im Deutschen Bundestag vertreten sein werden, legen die FDP, die Grünen und die AfD zu, die drei anderen, also die CDU, SPD und die Linke verlieren Wählerstimmen.

Laut Allensbach-Institut erhielten die CDU/CSU 33,5%, die SPD 24%, die AfD 12,5%, die Grünen 11%, die FDP und die Linke lägen mit 7% gleichauf. Die Abweichungen zum Morgenmagazin sind im Prinzip geringfügig.

Mögliche Bündnisse vollkommen ausgeschlossen?

Hat die Große Koalition einer CDU/CSU-SPD-Regierung ausgesorgt? Betrachten wir doch mal mögliche Bündnisse. Ersteres reicht nicht mehr zur Mehrheit. Stießen die Grünen dazu, würde es langen. Zusammen mit einer FDP erst recht, dann wäre die Opposition das rechte und linke Lager.

Mit dem freien Fall dieser SPD zum Neoliberalismus wird ein R2G-Bündnis eher unwahrscheinlich, weil ansonsten die Linke ihre eigenen Prinzipien über Bord schmeißen müßte. Sollte die SPD plötzlich ihre ursprünglichen Ziele wiederentdecken, somit den C-Parteien den Rücken kehren, würde eine Koalition mit der Union, den Grünen und der FDP ebenso nicht ausreichen. Wie wäre es mit der AfD als Partner? Klaus-Peter Willsch schlug dies allen Ernstes bereits vor. Zwar negierte dies Unions-Fraktionschef Volker Kauder vehement, aber wenn es um die Verteilung der Macht möglicher Regierungsbündnisse geht, zählt morgen schon nicht mehr das, was man gestern verlautbarte.

Keine tollen Aussichten für all jene, die noch an ein sozial verträgliches Leben glaubten, zumal das bereits überdeutliche Spuren des Abbaus hinterlassen hat. Mögliche Regierungsbündnisse bedeuten eine Verschlechterung, die Gesellschaft driftet wesentlich mehr auseinander, die Armut wird noch mehr zunehmen, Bürgerrechte eingegrenzt oder gänzlich abgebaut, die sogenannte Freiheit kennt nur Gewinner, wer strauchelt, nicht funktioniert, darf dann gefälligst möglichst schnell abtreten.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Bundestagswahl 2017: Umfragen verdeutlichen AfD-Aufwärtstrend

  1. der einsiedler schreibt:

    solange sich spd, bündnis90/die grünen und die linke nicht auf einen gemeinsamen überparteilichen kanzlerkandidaten einigen können (sigmar gabriel, winfried kretschmann oder petra pau gehen aber gar nicht) und solange es medizinisch nicht gelingt, dass altkanzler helmut kohl wieder für die cdu als kanzlerkandidat antritt, solange wird den deutschen bürgern angela merkel als bundeskanzlerin erhalten bleiben.

    da die wähler dümmer sind als sie glauben, werden sie 2017 wieder die groko (das grosse kotzen) in die regierung und somit angela merkel zur bundeskanzlerin wählen, damit ausgerechnet die merkel deutschland und die eu wieder einigt.

    Gefällt 1 Person

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