Gewässer entmüllen: Aufrufaktion mit neuem Internetportal


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flickr.com/ schmilar77/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Naturliebhaber und Wassersportler engagieren sich für Gewässerschutz

Was nutzen Verordnungen und Gesetze, wenn sich ohnehin viele keineswegs dran halten, sogar die Industrie im großen Stil herumtrickst, Schliche und Wege weiß, um völlig legal sich am Umweltschutz nicht zu beteiligen bis hin zu denjenigen, die einfach Müll in der Landschaft entsorgen?

Auf diese Weise ändert sich nicht wirklich nachhaltig etwas, ganz im Gegenteil muß man auch eine Zunahme des Plastikmülls vor allem in Meeren feststellen, trotz kleinster Teile gar in Fischen hält die andauernde Ignoranz an. Dem tritt nunmehr ein neues Internetportal entgegen, per Aufrufaktion Gewässer zu entmüllen, Naturliebhaber und Wassersportler engagieren sich für Gewässerschutz, Gewässerretter lautet ihr Namen.

Viel zu hohe Dunkelziffer bei Müllentsorgung in Gewässern

Trotz einer offiziellen Rückläufigkeit durch Umweltdelikte bei der Müllentsorgung in Gewässern, seien es Plastikabfälle, Ölrückstände, Biozide oder Schwermetalle, muß man von einer viel zu hohen Dunkelziffer solcher Straftatbestände ausgehen. Die Aufklärungsrate ist mit gerade mal 20 Prozent zu gering, um wirksam derartige Verbrechen in die Schranken zu weisen.

Nicht nur der Gesetzgeber, die betroffenen Staaten sind gefragt, sondern letztlich der einzelne Bürger, stets genauer hinzuschauen. Allerdings scheint dies keineswegs auszureichen, da müssen wohl andere Wege ersonnen werden. Gedacht, gesagt, getan.

NABU, die Gewässerretter und REWE bieten Lösungen an

Der in Berlin 1899 gegründete Bund für Vogelschutz (BfV) wurde Jahrzehnte später 1990 zum Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) umbenannt, engagiert sich vielfach, so auch jetzt für die neu ins Leben gerufene Seite „Gewässerretter“.

Am 01. Juni dieses Jahres gab die REWE Group den Plastiktütenverzicht bekannt, zumal bei einer dreimonatigen vorherigen Testphase die Verbraucher selbst diesen Verzicht befürwortet hatten. Somit bieten die REWE-Märkte Baumwolltragetaschen, Kartons, Papiertüten und Permanent-Tragetaschen aus Recyclingmaterial an. Selbst beim Lieferservice erfolgen keine Lieferungen mehr in Plastiktüten.

Wer sich Details der letzten Aktionen, auch Cleanups genannt, ansehen will, wird hier bei „Gewässerretter“ fündig. Umweltverbrechen halten leider weiterhin an, aber je mehr Menschen sich aktiv beteiligen, solche Ideen verwirklichen, um so mehr entsteht ein gewachsenes Umweltbewußtsein, was letztlich auch das Verhalten des Verbrauchers nachhaltig ändern kann.

Lotar Martin Kamm

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