Sojabohne wichtiger Bestandteil der Ernährung


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Feindbild der Fleischindustrie – Rechtspopulisten schließen sich an

Alljährlich entdecken besonders pfiffige Zeitgenossen die Kritik an der Sojabohne. Im Prinzip nichts neues, zumal gerade Vegetarier und Veganer ein Lied davon singen können, in wie weit eine vorschnell stattfindende Verunglimpfung ihrer Ernährungsweise greift.

In Wirklichkeit stellt die Sojabohne einen wichtigen Bestandteil der Ernährung dar, auch wenn dies gerade seitens der Fleischindustrie vehement bestritten wird, ihr jedes Mittel recht ist, die ursprünglich aus dem Nordosten Chinas stammende Pflanze madig zu machen. Immerhin verliert sie wichtige Kunden, wer sich die zunehmende Zahl auch in Deutschland betrachtet, da immer mehr den Fleischverzehr ablehnen.

Vom Genfood zum erklärten Bösewicht unter den Pflanzen

Dabei wagen ausgerechnet Rechtspopulisten sich an ein Thema, welches ursprünglich all jene schon sehr lange beschäftigt, die eine bewußt gesunde Ernährungsweise nicht nur einfordern, sondern sie auch praktizieren. Peinlich, wenn obendrein halbherzig gewisse Formulierungen von ursprünglich anderen Schreiberlingen nahezu Eins zu Eins übernommen werden, ohne genauer sich mit der Materie zu beschäftigen.

Das Contra-Magazin meinte, dies praktizieren zu müssen. Bereits acht Jahre zuvor beschäftigte sich die Süddeutsche mit nahezu denselben Argumenten zur Thematik, die Zweifel einer bestimmten Ärzteschaft wurden herangezogen, obwohl damit längst keine schlüssigen Beweise vorliegen, man berief sich auf ältere Studien aus den USA. Schnell werden gar Langszeitbeobachtungen asiatischer Ernährungsweise mit Sojaprodukten beiseite geschoben. Hat die Fleischindustrie hierbei im Hintergrund explizit nachgeholfen?

Den Vogel schoß aber der Autor vom Contra-Magazin ab, in dem er kurzerhand behauptete, ein übermäßiger Konsum der Sojabohne würde dazu beitragen, daß Urwälder abgeholzt werden. Fehlanzeige! Tatsächlich wird die hochwertige Sojabohne überwiegend für Rindviecher angepflanzt, was 80% des Anbaus ausmacht. Es stimmt zwar, daß insbesondere in Südamerika Genbelastung hingenommen wird, insofern ebenso der McDonald’s-Kunde mit seinem Stück Rindfleisch im Burger die gesundheitsgefährdende Genbelastung essen muß, jedoch der kritisch hinschauende Vegetarier oder Verganer ißt in der Regel sowieso Sojaprodukte, die er in Bioläden kauft. Also nichts mit genmanipuliertem Soja auf dem Eßteller!

Verkehrte Verhältnisse lassen eine gezielte Absicht vermuten

Die sich verselbständigende Kritik scheint daher ins Leere zu driften. Eine Sojabohnen-Hysterie darf man getrost als Unsinn betrachten, zumal ernährungsbewußte Verbraucher obendrein in sämtlichen Bereichen maßvoll agieren, somit ein Zuviel nicht in Frage kommt.

Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, daß die erneute Kritik über die Sojabohne eine gezielte Absicht verbirgt. Nicht nur die Fleischlobby mit ihrer Massentierhaltung scheint ihre Finger im Spiel zu haben, darüber hinaus instrumentalisieren etliche andere das Thema für sich, um auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Nur zu dumm, daß noch genügend kritische Stimmen vorhanden, die dem widersprechen.

Die Albert-Schweitzer-Stiftung hat sich mit dem Thema Soja, ob gesund oder eher nicht, gleichwohl beschäftigt und gelangt zum selben Ergebnis: Soja ist in Maßen unbedenklich.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Sojabohne wichtiger Bestandteil der Ernährung

  1. Duvar Kağıtları schreibt:

    Danke für die Mühe, die Sie gemacht haben, um das alles zusammenzutragen und aufzuschreiben. Viele Grüße und macht weiter so.

    Lg Duvar

    Gefällt 1 Person

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