Keineswegs immer nur friedlich


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Ich bin ja so friedlich, so tief entspannt,
gleich schmeiß ich was gegen die Wand.
Sag ja keiner, komm beruhige dich!
Der spürt ansonsten den Kehrwisch!

Verdammt nochmal, laß mich wütend sein,
kriegt euer Leben in Griff, laßt mich allein.
Hört mit dem beschwichtigen Gesäusel auf,
Wut braucht wie Fröhlichkeit ihren Lauf.

Ich will mich nicht beschwichtigen lassen,
solange der Pöbel brüllt auf den Straßen.
Und wenn ihr denkt, ich fühl mich nicht wohl,
wißt ihr was, da irrt ihr euch gewaltig, jawohl.

Ich bin ja so friedlich, so tief entspannt,
gleich schmeiß ich was gegen die Wand!
Welche Laus mir über die Leber gelaufen ist?
Eine? Hunderte, tausende Ratten, so ein Mist!

Magenkrämpfe, Kopfweh verursachen sie mir,
sie fressen die Menschlichkeit, so ein Getier
marschiert, durchschreitet unsere Gassen,
brüllen Volk, fühlen sich verkauft, verraten.

Haben nur auf einen Grund, Anlaß gewartet,
damit ihre Unzufriedenheit im Haß vieler ausartet.
Nennen mich Gutmensch, folgsames Schaf.
Wollen wieder Gehorsam, sonst schießen sie scharf.

Ich bin ja so friedlich, so tief entspannt,
gleich schmeiß ich was gegen die Wand!
Für die Freiheit habe ich Wut im Bauch,
denn, ich Mensch, bin eine Löwin auch!

Nafia

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