Jeder bekommt seine Quittung


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flickr.com/ NinchenBln/ (CC BY-ND 2.0)

Aber nicht immer die Befreiung der Konsequenz

Nicht jede Quittung, die man erhält, ist wichtig oder nötig zur Aufbewahrung. Es gibt unter den Quittungen diverse Unterscheidungen, so können natürlich Tankquittungen, Büroartikelquittungen für die Steuerunterlagen aufgehoben werden, hingegen Ihre Lebensmittelquittung nur zur eigenen Übersicht Ihrer finanziellen Mittel von Nutzen sein.

Obwohl die meisten Quittungen heutzutage über die elektronische Datenverarbeitung zu ihrem jeweiligen Zweck aufgezeichnet werden, sind sie dennoch ein Bestandteil des täglichen Lebens, völlig unabhängig von beruflicher oder privater Weiterverwendung. Eine Quittung bekommt jeder!

Quittieren vom Mittelhochdeutschen quit, aus dem Lateinischen über das Französische quitter, befreien, entlassen, auch zu erkennen in dem Wort quitt, befreit von etwas, einig, lateinisch quietus, ruhig still, bedeutet bescheinigen, bestätigen. Die Quittung ist der Beleg, Nachweis, allerdings auch die Auswirkung, Strafe, Konsequenz.

Als logische Erkenntnis ergeben sich der Nachweis für das Handeln, die Konsequenz hierfür und das einigen über beide Aktionen. Wer hat nicht schon einmal höhnisch, bitter, bestimmt jemanden ermahnt mit den Worten: Das ist die Quittung für dein Verhalten, im Sinne, geschieht dir recht, du hast nicht gehört auf die Mahnung.

Kann man davon ausgehen, daß jede Konsequenz eine „negative“ Komponente für „falsche“ Handlungen nach sich zieht? Also quasi eine Bestrafung darstellt? In einigen Situationen des Lebens kommt man nicht umhin, diesen Gedanken als folgerichtig anzunehmen, nach dem Motto: Kleine Sünden bestraft Gott sofort, oder wer nicht hören will, muß fühlen.

Dennoch wäre es falsch, so leichthin die Belege unseres Handelns mit „negativen“ Auswirkungen zu quittieren, die nicht alle nur ein gutes Licht auf unsere Persönlichkeit werfen können, da jeder, so fair sollte man sein, eben menschelt und nicht alles immer richtig macht, und vor allen Dingen kann man es nicht immer jedem Recht machen.

Auch wenn man des öfteren nicht umhin kann, einigen Menschen zu attestieren, daß sie für ihr nachweisbares Verhalten wie Lügen, üble Nachrede, Denunzierung, nicht die angemessene Konsequenz der „Strafe“ erhalten haben, so sollte man dennoch bedenken, daß im Endeffekt jede Handlung sich selbst behandelt. Soll heißen, wer mit Lügen durchs Leben geht, lebt diese Lügen, er ist die Lüge. Dieser Mensch ist somit ein Beispiel für andere, es ihm nicht gleichzutun und er wird nur Menschen auf lange Sicht als Freunde haben, die ebenso handeln.

Dies ist dann seine Quittung, seine Konsequenz. Die Quittung steht für die Aktion des Belegens einer Handlung, die Quittung ist die Reaktion auf die Auswirkung der Handlung, und nur wer beides in positiven Einklang und zur Ruhe und Befreiung bringen kann, ist mit seinem Leben quitt und besitzt somit die Fähigkeit, zu einem freien ausgeglichenen Mensch zu werden, der die Waagschalen „richtig“ und „falsch“ stets auspendelt.

Doris Mock-Kamm

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