Die Welt im Umbruch trotz widriger Umstände


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Friedvoller Umgang verhindert Gewalt und Zerstörung

Unsere Mutter Erde befindet sich im Umbruch. Oder sollte es eigentlich lauten, daß sie dies schon immer tat? Letzteres entspricht der messerscharfen Wirklichkeit, weil der Mensch selbst ständig seine Umgebung verändert im alltäglichen Sein, im Überwinden der Probleme, wobei sich auch die Frage stellt, ob er dies bewußt oder eher unbewußt herbeiführt.

Dabei stoßen wir an die Grenzen der Rationalität, ob wir darüber hinaus auch eine Reise zum Sein schlüssig zu erklären vermögen. Jedoch in Abhängigkeit des Weltbewußtseins offenbart sich das Geschehen selbst im Kontext vom Ich zur Gemeinschaft. Wie sonst sollte ein Zusammenleben möglich sein, da halt nicht jeder für sich selbst lebt, sondern stets im Kollektiv aufeinander angewiesen. Und somit gilt es, friedvoll miteinander umzugehen, um Gewalt und Zerstörung zu verhindern.

Die Weisheit des Verzeihens

Dürfen wir vergessen, was jemals geschehen? Wie lang speichern wir in uns angenehme und schreckliche Erlebnisse, um gleichzeitig den Alltag zu meistern, ohne Gefahr zu laufen, daß diese uns einholen und in gewisser Weise beeinflussen? Die Antworten entdecken wir überall entblättert im täglichen Sein, wobei ganz unterschiedlich wir versuchen, mit ihnen umzugehen, sie zu verinnerlichen.

Versuche, menschliche Persönlichkeit psychologisch zu analysieren, mag unter Zuhilfenahme des Fünf-Faktoren-Modells (FFM) oder auch „Big Five“ genannt, durchaus hilfreich sein, dennoch bleiben viele offene Fragen und Ungeklärtheiten im Raume stehen, da Mensch nie gänzlich verstanden werden kann. Viel zu komplex gestaltet sich das Leben auf Erden. Aber dennoch tragen wir in uns uralte Erinnerungen, die nur noch entdeckt, hervorgeholt werden müssen, wenn wir denn nach ihnen langatmig fragen oder forschen.

Der Dalai Lama hatte höchst nachdenklich auf die Frage hin, ob denn die Leute meditieren sollten, im Buch „Die Weisheit des Verzeihens“ geantwortet, daß er das schon denke, es lohne sich für die Welt, mehr nach innen zu schauen. Wir aber täten dies nicht genug, er sage nicht, die Menschen sollten religiös sein, das meine er nicht, sondern vielmehr, wir sollten uns stärker auf unser eigenes Potential konzentrieren. Meditation folglich eine positive Möglichkeit fürs Weltbewußtsein, so daß Mensch viel eher die Friedfertigkeit des Kollektivs im alltäglichen Miteinander entdeckt?

Alte, seelische Wunden verarbeiten

Die Reise zum Sein wird von Beginn an „abgelenkt“, weil wir zunächst äußere Widerstände im Aufwachsen und Lernen überwinden müssen, die Balance in uns finden und entdecken. Genau dieser Spagat zwischen dem Alltag und dem Vordringen in unser innerstes Ich, mit dem haben die allermeisten Menschen zu ringen, ob sie es nun bewußt suchen oder auch nicht.

Wenn jemand in täglicher Sorge unterwegs, sogar ums Überleben kämpft, hat er gar nicht die Zeit und Muße, sich über solche Umstände Gedanken zu machen, sondern dann zählt einzig und allein die Vermeidung, dem Tod von der Schippe zu springen, um diese dramatische Redewendung mal zu benutzen. Aber all diejenigen, die nicht solch extremen Situationen ausgesetzt, haben die Möglichkeit, ihr Selbst zu finden, wenn sie denn auch wollen.

Vermögen Menschen überhaupt so weit vordringen, wo sie doch real trotz zivilisierter Errungenschaften immer noch in Abhängigkeit, selbst in hoch industriellen Ländern wie Deutschland, ganz gezielt an die Grenzen einer halbwegs bescheidenen Existenz stoßen, weil dies sich zwischen Job haben oder arbeitslos Sein entscheidet? Eine sich verselbständigende Angst sich ausbreitet, die wiederum Menschen an den Rand drängt, diese sich nicht über Zusammenhänge Gedanken machen sollen, sondern einzig und allein nur zu funktionieren haben ganz im Sinne derjenigen, die das so wollen? Denn wer denkt und hinterfragt, könnte ja Kritik üben, die eigentlichen Zwänge entdecken und Forderungen stellen, oder?

Wer all diese Machenschaften durchschaut hat und sein Selbst dann doch gefunden, kann nach sorgfältiger Verarbeitung „alter, seelischer Wunden“, den Weg des Glücklichseins beschreiten und hat somit ebenso eine sehr gute Voraussetzung, geben zu können an all diejenigen, die Hilfe brauchen. Mensch trägt in sich daher sämtliche Anlagen eines harmonischen Daseins, er muß nur erkennen, daß der Weg der Zerstörung, der Gewalt, der Destruktivität gänzlich verkehrt.

Kann man von einem Paradigmenwechsel sprechen, wenn dieser Gedanken längst gesät, die Frucht nur noch aufgehen muß? Man mag einen solchen Wunsch belächeln, weil in der Vergangenheit stets das Gegenteil obsiegte, aber die Tür solcher Aussichten, die steht weiterhin offen, wir sollten einfach nur diese Schwelle überschreiten, selbst wenn es den meisten noch schwerfällt.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Die Welt im Umbruch trotz widriger Umstände

  1. Sabine Adameit schreibt:

    Ein sehr schöner Appell.

    Gefällt 1 Person

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