US-Atomwaffen-Standort Büchel: Proteste viel zu gering


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Resignation der Friedensbewegung hält an

Gestern fand eine Sitzblockade vorm Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz, Landkreis Cochem-Zell, statt, wobei sich Friedensaktivisten zusammen mit Mitgliedern von ROBIN WOOD vor den Toren des US-Atomwaffen-Standorts einfanden, Banner mit den Slogans „Atomwaffen verschrotten – Atomausstieg jetzt!“ und „Kein Rückfall ins Atomzeitalter“ entrollten, wie die Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V. berichtete.

Viele kleine Aktionen mögen einiges bewirken, jedoch die großen Zeiten der Proteste scheinen verebbt zu sein, die Resignation der Friedensbewegung hält an. Woran mag dies wohl liegen? Hat die militärische Linie der USA am Ende obsiegt, zumal selbst die Bundespolitik zu schnell kleinlaut nachgibt?

Modell des Kalten Krieges wird erneut angestrebt – sind wir bereits mittendrin?

Und zwar erst recht im Sinne eines zurückkehrenden atomaren Wettstreites zwischen den beiden Atom-Supermächten, zumal einer weltweiten Wirtschaftslage meist hausgemachter Krisen nichts besseres entgegenkommt als wohlgefällig inszenierte Kriege? Allen voran stellen dies seit Jahrzehnten die USA nonstop unter Beweis, simpelst werden Kritiker in die Ecke des Antiamerikanismus gestellt, obwohl die Politik des Hegemon offensichtlicher kaum sein könnte, gleichzeitig sich Russland aber nicht wegducken kann, sondern mitziehen muß, will es sich nicht von den Amis überrumpeln lassen. Schon verselbständigt sich ein neu entflammter Kalter Krieg.

Den haben zweiffelos die USA forciert mit den Stationierungsplänen 20 neuer Atombomben auf dem Eifeler Fliegerhorst Büchel, wovor natürlich Russland eindringlich warnte. Wie schnell die Bundesregierung eigene Bedingungen des Koalitionsvertrages in den Wind schoss, konnte man hierbei beobachten: Nach der Forderung zum Atomwaffenabzug folgte bekanntlich der Kadavergehorsam der NATO gegenüber, einer Modernisierung der Atomwaffen in Deutschland zuzustimmen. Mit einer Bundeskriegs…äh Verteidigungsministerin von der Leyen wird dies sicherlich auch so bleiben.

Düstere Prognosen verheißen nichts gutes

Insofern kehren bei vielen wachen Geistern dieselben Ängste zurück, wie schon mal etliche in Zeiten des NATO-Doppelbeschlußes unter Helmut Schmidt duchleben mußten, selbst wenn hinterher sich gern damit gebrüsket wurde, es hätte doch wunderbar funktioniert. Dies verdanken wir der rechtzeitigen Besonnenheit Verantwortlicher, den Finger vom roten Knopf zu lassen.

Allein schon Kerrys reines Kalkül beim Gedenken der Hiroshima-Opfer läßt anderes vermuten. Mit einem Donald Trump als Präsident wächst die Gefahr unbesonnener Handlungen, mitten in Europa könnten deutsche Tornado-Kampfflieger mit US-Atomwaffen bestückt gen Russland fliegen, das Szenario eines Atomkrieges rückt schneller in die Realität als einem lieb sein kann, oder?

Keine Nation hat so viel weltweites Leid verursacht wie diese USA, die obendrein auch noch meinen, sie müßten die Weltherrschaft damit an sich reißen. Wer kann sie stoppen, wenn nicht das Rückgrat einer Menschheit, die endlich aufwachen sollte, bevor es zu spät sein wird.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu US-Atomwaffen-Standort Büchel: Proteste viel zu gering

  1. Bobo schreibt:

    Ich halte Donald für erheblich sicherer als eine Dame, die sogar stolz darauf ist, schon einige Kriege angezettelt zu haben. Hinter ihr stehen noch gefährlichere Reservekandidaten, sollte sie aus gesundheitlichen Gründen zurück (ge)treten müssen.
    Trump ist kaum bekannt und unberechenbar. Hillary ist gut bekannt und berechnend, dann besser Trump.

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    • hraban57 schreibt:

      Ohje, was soll am The Donald bitteschön sicherer sein, vor allen Dingen, wenn ein solcher dermaßen cholerisch unberechenbar auftritt? By the way, US-Präsidenten unterstehen ohnehin der Waffenlobby, dies sollte spätestens mit der gezielten Ermordung von JFK klar geworden sein, oder? Was Hillary anbelangt: Die ist genauso unberechenbar wie dieser Herr Trump – beide tun den USA eben nicht gut!

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