USA: Regierung ordnet Baustopp der Pipeline durch Sioux-Gebiet an


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flickr.com/ karigypsy/ (CC BY-NC 2.0)

Obsiegen am Ende die Proteste wie beim „Keystone XL“?

Das Ölgeschäft schafft oftmals vollendete Tatsachen, setzt sich nicht nur über Umweltstandards gern hinweg, macht auch nicht Halt vor den Belangen ansäßiger Indianerstämme in den Weiten der USA. Mal abgesehen davon, in wie weit der Hegemon historisch betrachtet überhaupt entstand.

Eine gute Nachricht, daß die US-Regierung den Baustop der Pipeline durch Sioux-Gebiet angeordnet hat? Zunächst könnte man dies vermuten, obwohl eine Formulierung im Artikel der Süddeutschen sauer aufstößt, weil eine „angebliche Gefährdung“ vorliegt. Davon kann und darf keineswegs die Rede sein! Obsiegen dennoch am Ende die Proteste wie beim „Keystone XL“?

US-amerikanischer Way of Life überwiegend rassistisch geprägt

Die kleine heile Welt in vielen Provinzen der US-Bundesstaaten verheißt vor allem nichts gutes im Hinblick zur Dominanz des weißen Mannes. Hatten schon bei den Eroberungsfeldzügen in der Neuen Welt die europäischen Einwanderer rücksichtslos Indianerstämme im großen Stil verdrängt und ermordet, somit erheblich dezimiert, sie in Reservate verbannt, fuhr jener Amercian Way of Life unerschrocken fort mit den aus Afrika eingeschleppten Sklaven, die bis heute rassistisch verfolgt, mißhandelt oder gar von Polizisten im Lande gezielt erschossen werden.

Darf man sich dann noch wundern, wenn die Ölindustrie genauso kaltschnäuzig sich verhält, die TV-Serie „Dallas“ erst recht einen künstlerischen Stellenwert erhält, mit dem Vorhalten eines Spiegels vor den Zuschauern im Lande, in wie weit ihre „Ölmagnate“ sich selbst als äußerst bösartig entlarven? Keineswegs.

Obamas Herz für Indianer lediglich Machtkalkül?

Immerhin verschafften etliche Wählerstimmen der verbliebenen Indianereinwohner im Lande Barack Obama den nötigen Rückhalt, das Ölprojekt „Keystone XL“ wurde nach heftigen Protesten auf Anordnung des US-Präsidenten schließlich auf Eis gelegt und somit verhindert.

Schaut man sich manch Rede Obamas im Fall der Pipeline in North Dakota an, ob er auch dortigst eingreifen wird, um das Stammesgebiet der Sioux zu schützen, eiert er noch herum, möchte man annehmen, die Öl-Lobby sitzt am längeren Hebel. Mitten im US-amerikanischen Wahlkampf haben die beide Kontrahenten Clinton und Trump sowieso keine Zeit für solche Probleme, sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die aussichtslose Kandidatin der Grünen, Jill Stein, hatte wenigstens den Mumm, sich vor Ort aktiv einzusetzen, selbst wenn ihr nunmehr ein Verfahren wegen Sachbeschädigung droht.

Der Baustop weist auf alle Fälle in die richtige Richtung, wie man auch hier nachlesen kann, das Justizministerium bekannt gab. In sofern darf man schon von einem Erfolg sprechen. Es wird sich noch zeigen, was nach der US-Wahl geschieht, in wie weit der/die neue 45. Präsident oder Präsidentin reagiert, ob der Ernst der Lage berücksichtigt wird im Sinne der Sioux, iher alten Kultstätten, der Bewahrung des Trinkwassers.

Lotar Martin Kamm

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