Soziale Not birgt des Menschen Tod


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Friedenszeiten auf dem Prüfstand

Unmut macht sich breit, deutschland-, europa- und weltweit, der unterschiedliche Reaktionen hervorruft, von kleinen Widerständen bishin zu regelrechten Straßenschlachten zwischen staatlicher Ordnungsmacht und einem wachsenden Mob, in Stadtgebieten, die kaum ein Polizist betritt, auf den Plätzen und vor Regierungsgebäuden, in den Köpfen der Menschen, die nicht länger nur passiv zuschauen wollen, wie ihr Leben beschnitten und mißachtet wird.

Versagen einer Politik, die sich gänzlich von den Völkern abgewandt, die Belange der Bürger ignoriert, hingegen Hochfinanz und Konzerne hofiert, den längst eingeschlagenen Neoliberalismus flächendeckend umsetzt. Obendrein Kontrollmechanismen installiert, um besorgte Kritiker zunächst zu beobachten, bei Bedarf mundtot zu machen oder gar verschwinden läßt, Unfälle sind simpelst schnell inszeniert.

Nichts bedarf einer vertiefenden Erklärung in einer globalen Abhängigkeit, die wiederum dirigiert von all jenen, die über Machtinstrumente verfügen, die meisten Menschen zu knechten. Dies geschieht keineswegs so offensichtlich wie in früheren Zeiten, wo ohnehin Reichtum und Armut wesentlich sichtbarer sich präsentierte. Heute verhilft ein gigantisches Ausmaß an technischer Ablenkung und Steuerung gezielten Konsumverhaltens mittels Medien und Werbung den Werdegang des ahnungslosen Bürgers, der sich dadurch meist willenlos fügt.

Wenn manche dann aufzuwachen beginnen, befinden sich längst die notwendigen Gegenmaßnahmen in den Köpfen der Verursacher, haben jene weitreichende Antworten parat, wie mit diesen zu verfahren. Stets greifen die einfachen Taktiken eines Gemisches aus Neid und Mißgunst, um Gruppierungen gegeneinander auszuspielen. Politische Systeme verhelfen dienreich zusammen mit religiösen Einstellungen, mögliche Widerstände für eigene Zwecke zu steuern. Hauptsache es fließen die Gelder in die Taschen der Eliten, die alles tun, um ihre seit Jahrtausenden gepflegte Macht zu erhalten.

Erneut steht die Welt vor einem Umbruch, kann auch diese Hochkultur nicht bestehen, weil mal wieder die soziale Komponente außer acht gelassen. Statt aus der Vergangenheit zu lernen, wurde der Trott eigener Bereicherung ständig fortgesetzt, hat doch so wunderbar bisherig funktioniert. Die Mittel der Zerstörungsgewalt veränderten sich durch technischen Fortschritt, das ganze Ausmaß potentieller Kriege, von Terroranschlägen bishin zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen ist letztlich kaummehr abzuschätzen, man muß von wesentlich mehr Leid und Todesopfern ausgehen.

Das alles nur, weil Mensch nicht teilen möchte, kein friedliches Miteinander sich durchsetzt, sondern stets jeder sich selbst der nächste. Von Friedenszeiten kann man nur reden, wenn selbst in Gebieten ohne Krieg ein Gleichgewicht sozialer Gerechtigkeit gelebt wird, wo eben kein Überreichtum sich abgrenzt, um ausbeuterisch andere leiden zu lassen für die eigene Bereicherung.

Lotar Martin Kamm

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