Foodwatch-Marktstudie prangert überzuckerte Erfrischungsgetränke an


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flickr.com/ vinnie bezoomny/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Alles andere als eine positive süße Versuchung

Jeder, der täglich über 2,5 Eßlöffel Zucker zu sich nimmt, lebt bereits ungesund, muß sogar bei deutlich höherem Genuß mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgeschäden rechnen. Die jüngste Foodwatch-Marktstudie prangert überzuckerte Erfrischungsgetränke an, fast 60 Prozent von ihnen enthalten zuviel Zucker, so das Ergebnis nach der Analyse von nahezu 500 Erfrischungsgetränken.

Schon wieder rückt die Lebensmittelindustrie in den Fokus der Kritik, überall lauern Zuckerfallen, die dem ahnungslosen Verbraucher suggerieren, es würde sich gesund ernähren, obwohl oftmals exakt das Gegenteil zutrifft. Zumal dem inzwischen negativen Image des Zuckers per findiger Verschleierung über unterschiedliche Bezeichnungen am Ende der Verbraucher eben nicht nachvollziehbar informiert, sondern letztlich übers Ohr gehauen wird, tatsächlich versteckte Zuckeranteile sich in den Produkten befinden.

Erneut erweisen Energy-Drinks sich als äußerst ungesund

Im Dezember des letzten Jahres berichteten wir, in wie weit ein völlig unterschätztes Risiko bei Energy-Drinks zutrifft, diese Modewelle daher eher als trügerisch bezeichnet werden sollte. Foodwatch stellt fest, daß allein in einem Energy-Drink durchschnittlich mehr als sechs Stück Würfelzucker je 250ml enthalten sein sollen, somit die maximale Tagesdosis eines erwachsenen Mannes an Zuckergebrauch stattfindet, wie die WHO empfiehlt als auch die American Heart Association.

In sofern toppen Energy-Drinks sogar noch Cola-Getränke um ein Vielfaches, obwohl sie gleichzeitig Sporttreibenden suggerieren, wie wichtig und nützlich deren Gebrauch sei. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er weiterhin den vollmundigen Werbeslogans Glauben schenkt oder besser genauer hinterfragt, was ihm da angeboten wird.

Das Verwirrspiel mit den Zuckerarten – Vermeidung die beste Empfehlung

Bekanntlich liefert Brasilien weltweit den meisten Zucker über die riesigen Zuckerrohrplantagen. Andere Rohstoffe wie Rüben-, Ahorn- und Palmenzucker folgen. Die industrielle Verarbeitung führt zum raffinierten weißen Zucker mit seinen unterschiedlichen Produkten, vom Hagel-, Kandis-, Puder- bis Würfelzucker, um nur einige aufzuzählen.

Dabei kommt der verunsicherte Verbraucher mit den verschiedenen Zuckerarten so richtig ins Schwitzen, wenn außer den inzwischen bekannten wie Frucht-, Milch- und Traubenzucker noch etliche andere hinzukommen, obendrein das Verwirrspiel eher bei den Süßstoffen noch zunimmt. Unter letzteren sich zumindest die Gefährlichkeit von Aspartam herumgesprochen haben wird.

Im Endeffekt verbleibt dem gesundheitsbewußten Menschen nur die Zuckervermeidung, wo immer möglich. In sofern dienen solche Analysen wie die von Foodwatch einer informellen Aufklärung, bestätigen all jene, die schon länger der Lebensmittelindustrie mißtrauen.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Foodwatch-Marktstudie prangert überzuckerte Erfrischungsgetränke an

  1. Manfred Michel schreibt:

    Das Thema haben wir seit über 20 Jahren, es wird sich nichts ändern! Im Gegenteil, es wird schlimmer, erst recht wenn sich Politiker einmischen!

    Gefällt 1 Person

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