Mineralöl in Lebensmitteln: Discounter fordern strengere Grenzwerte


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flickr.com/ foodwatch/ (CC BY-SA 2.0)

Foodwatch-Kampagne erzielt mehr Verbraucherschutz

Von einer flächendeckenden Entwarnung in Sachen hoch belasteter Lebensmittel kann keineswegs gesprochen werden. Dennoch kommt Freude auf über jeden kleinen Schritt, der dazu beiträgt, weniger bis gar keine toxischen Verbindungen in diesen sensiblen Bereich zu verhindern.

Was seit ein paar Jahren schon seitens hellhöriger Beobachter angeprangert wurde, erst im letzten Jahr wies Foodwatch verstärkt auf die Gesundheitsgefahren von Mineralöl-Spuren hin, die von belasteten Papierverpackungen direkt in Lebensmittel gelangen können, wird endlich aufgegriffen. Deren lang angelegte Kampagne erzielt nunmehr mehr Verbraucherschutz, die Discounter Aldi-Süd, Kaufland und Lidl fordern höhere Grenzwerte.

MOSH und MOAH gelten als krebserzeugende Verbindungen

Sowohl die gesättigten Mineralöl-Kohlenwasserstoffe MOSH (für Mineral Oil Saturated Hydrocarbons) als auch die aromatischen Mineralöl-Kohlenwasserstoffe MOAH (für Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons) stellen eine erhöhte Gesundheitsgefahr für die Verbraucher dar, gelten als krebserzeugende Verbindungen.

Dennoch meinen bisher die Cheflobbyisten, das Problem der Lebensmittelbelastung durch Verpackungen sei unlösbar. Das entspricht genau der Einstellung, die dazu führt, daß unser täglich Gift ohne erfolgreiche Verbannung in die Lebensmittel gelangt. Schlimm genug, in weit die konventionelle Agrarindustrie Mensch und Natur mißachtet, Pestizde, gebeizter Samen und Insektizide alles erheblich vergiften, selbst in den Verpackungen lauern noch gesundheitsschädliche Gefahren.

Lidl und Co. auf lobenswertem Wege

Ebenso im Nachbarland, den Niederlanden, folgt dort mit Lidl die zweitgrößte Supermarktkette Jumbo dem Aufruf zur Grenzwertsenkung und möglicher Vermeidung dieser gefährlichen Mineralöl-Spuren laut foodwatch, allerdings nur für MOAH, MOSH scheint weiterhin nicht von Belang zu sein. In sofern kann nur von einem Teilerfolg die Rede sein, zumal die anderen Lebensmittelriesen wie Edeka, Rewe und Co. noch längst nicht dem guten Beispiel folgen wollen.

Erst recht ein Grund für Umweltverbände- und Organisationen zusammen mit foodwatch dran zu bleiben, den Verbraucher zu informieren, wobei auch dieser selbst es in der Hand hat, gezielt darauf zu reagieren, in dem in Frage kommende belastete Produkte eben nicht zu kaufen.

„Unsere gemeinsame Mutter Natur zeigt ihren Kindern immer deutlicher, daß ihr der Geduldsfaden gerissen ist.“ (Tendzin Gyatsho, 14. Dalai Lama)

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Mineralöl in Lebensmitteln: Discounter fordern strengere Grenzwerte

  1. Christian Caire schreibt:

    Höhere Grenzwerte bedeutet, eine stärkere Kontaminierung. Sie meinen wohl das Gegenteil, was Sie dann aber auch so korrekt beschreiben sollten. Die Meldung ist irreführend.
    Freundliche Grüße
    Christian Caire

    Gefällt 1 Person

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