In einer Mondnacht


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Der Mond flackerte durch die Wolken
in jener Nacht,
als die Eule zu satt war,
das piepsende Mäuschen zu jagen.

Der Bauer bestieg die Magd
schon lange nicht mehr nur betrunken,
drohte ihr immer noch, bei Verrat der Sünde
fände sie ihr Ende im Dorfteich.

Die Feier war ausgelassen wie immer,
wenn auf dem Gut der Verwalter ließ
die Puppen tanzen, manch Mädchen nicht
nur die Unschuld, auch den Verstand verloren.

Bei den Bendels betete die ganze
Sippschaft, Gott möge sich erbarmen,
in den letzten Stunden das Kind von den
verzehrenden Schmerzen zu befreien.

Der Mond flackerte durch die Wolken
in jener Nacht,
als Charlotte, die Kaufmannstochter, und
Fredi, der Handwerkssohn, von den Klippen
stürzten ins tosende Meer.

Die Wolken stoben auseinander,
der Mond zeigte sein volles Gesicht,
die morgendlichen Sonnenstrahlen waren nah.
Ob durch mehr Licht die Welt
weniger grausam, gefährlich wär,
das ist und bleibt eine Mär.

Nafia

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