US-Wahl: Trumps bizarres Auftreten begünstigt Clinton


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Serie der Eigentore reißt nicht ab – Hillary Clinton nächste US-Präsidentin?

Die USA offenbaren bei dieser 58. Wahl des 45. Präsidentenamtes ihr unbedingtes Unvermögen politischer Würde angesichts des beziarren Auftretens vom republikanischen Kandidaten Donald Trump, was wiederum Hillary Clinton begünstigt.

Die Serie der Eigentore aufgrund erheblicher Entgleisungen seitens The Donald reißt nicht ab. Die demokratische Kandidatin daher am Ende die nächste und erste US-Präsidentin?

Vorwahlen verdeutlichten den Kurs der Hardliner

Weder Jill Stein von der Green Party noch der Gegenkandidat der demokratischen Partei, Bernie Sanders, hatten eine reelle Chance aufs Präsidentenamt, am 08. November entscheiden die Wähler zwischen Trump oder Clinton. Die Ergebnisse dieser Vorwahlen konnten deutlicher kaum sein, am 19. Juli nominierten die Republikaner Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten, einige unter ihnen mit einem äußerst mulmigen Gefühl, Ted Cruz verweigert jede weitere Unterstützung. Eine Woche später entschieden sich die Demokraten für Hillary Clinton, allerdings unter Protesten seitens der Sanders-Anhänger.

Im Ergebnis setzten sich somit die Hardliner, Trump und Clinton, in ihren Parteien durch, sodaß man den Eindruck erhält, die Waffenlobby bestimmt letztlich den nächsten Präsidenten.

Worst Case eher unwahscheinlich – mit Hillary Clinton kaum Entspannung möglich

Dieser republikanische Kandidat zerlegt sich fortwährend, hatte man schon mit Ronald Reagan, dem Filmschauspieler in der Funktion eines US-Präsidenten, in den 1980iger Jahren seine liebe Not, setzte ein George W. Bush mit dessen aggressiver Kriegspolitik, denken wir vor allem an den Irakkrieg, der exakt 20 Jahre später im selben Zeitraum acht Jahre lang die USA regierte, den Kurs dieser Hegemonialmacht fort.

Die Vorschußlorbeeren eines Friedensnobelpreises an Barack Obama sollten sich als kompletten Trugschluß herausstellen, die Welt wurde deshalb keineswegs friedlicher, es obsiegte die Rüstungslobby zusammen mit ewiggestrigen Eliten, die den Hals nach immer mehr Reichtum nicht voll genug bekommen können.

Daß in den USA der Worst Case mit Donald Trump zum neuen Präsident eintritt, darf man getrost als eher unwahrscheinlich werten, zumal dieser nicht nur mit seiner Waffen-Äußerung sich disqualifizierte, die jüngsten Vergleiche, „Hillary Clinton wolle die Angela Merkel von Amerika sein“, verdeutlichen die ganze Tragweite seiner plumpen Rhetorik, die eher viel Getöse gleicht anstatt handfesten Argumenten. Obendrein könnten die USA kaum mehr heuchlerischer auftreten, wenn man bedenkt, wer denn die letzten Kriege in Libyen, Syrien, im Irak hauptsächlich zu verantworten hat!

Mit einem Blick zu den statistischen Wahl-Prognosen, wer denn möglicherweise das Rennen für sich entscheiden wird, schneidet Hillary Clinton ohne Zweifel wesentlich besser ab. Am 16. August liegt ihr Wert bei 47,7%, bei Trump nur bei 41,0%. Bisherig lag er diesjährig nur zweimal in kurzen Phasen vor ihr, vom 22. bis 25. Mai mit 0,2% höher als Clinton, und vom 26. bis 28. Juli schnitt er rund 1% besser ab als seine Kontrahentin.

In Anbetracht jener Prognosen und etlicher Entgleisungen dieses Donald Trump muß man davon ausgehen, daß schließlich die US-Wähler sich für Hillary Clinton entscheiden werden.

Lotar Martin Kamm

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