Guyana-Delfine vs. Olympische Spiele in Rio


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flickr.com/ edans/ (CC BY 2.0)

Meeressäuger laut WDC als Beifangopfer extrem gefährdet

Keinesfalls treten urplötzlich Delphine bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro auf, auch wenn diesen Säugetieren eine sehr hohe Intelligenz nachgesagt wird. Hierbei allerdings handelt es sich um einen dramatischen Mißstand, der unbedingt Aufmerksamkeit erfordert.

Die Meeressäuger sind laut der Whale and Dolphin Conservation (WDC) als Beifangopfer extrem gefährdet. Während alle Welt die Olympischen Spiele auf den Bildschirmen verfolgt, kämpfen die letzten Bestände der Guyana-Delphine ums Überleben.

Fischfang, Tourismus und Pestizide bedrohen den kleinen Tümmler

Wer kennt sie nicht die Serie „Flipper“ (benannt nach der Brustflosse des Delphins) aus alten Tagen, die von 1964 bis 1967 gedreht wurde und es auch bis in die Wohnstuben hierzulande schaffte. Manch einem wird die schnatterartige Melodie von Flipper bestimmt im Gedächtnis haften geblieben sein.

Der um einiges kleinere verwandte, bis zu Beginn der 1990iger noch eher unbekannte Guyana-Delphin, die größeren Weibchen sind bis zu rund zwei Meter lang, lebt an den Küsten Mittel- und Südamerikas, besonders gern an den Mündungsgebieten mancher Flüsse. Dorthin gelangen die illegal verwendeten Pestizide in der Landwirtschaft, die über diesen Weg in den Körpern der Meeressäuger sich anreichern. Zunehmender Massentourismus gefährdet ihn gleichwohl. Ebenso landet er als Beifangopfer in den Netzen der Fischer, wobei diese es zwar größtenteils melden, aber eine Dunkelziffer verendeter Delphine ebenso zur Bedrohung beitragen.

Petition „Es eilt! Rettet die Delfine von Rio de Janeiro“ bittet um rege Teilnahme

Die benannte Petition des Vereins „Rettet den Regenwald“ nutzt natürlich die Gelegenheit einer höheren Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit angesichts der stattfindenden Olympischen Spiele vor Ort. Das ist nicht nur ihr gutes Recht, sondern erhöht die Chance der betroffenen Meeressäuger, daß auch die mit verantwortliche Regierung Brasiliens sich regt.

Nach Dilmas Amtsenthebungsverfahren obliegt es jetzt dem eher fragwürdigen Nachfolger Michel Temer, auf diese Petition zu reagieren. Angesichts dessen harscher Haltung darf man einen Positivbescheid schon anzweifeln. Inwiefern die brasilianische Umweltbehörde tatkträftig zugunsten des Guyana-Delphins reagieren wird, hängt somit von der Politik dieser neuen Regierung ab, ob sie sich durch einen weltweiten Protest beeindrucken läßt. Eine Rettungsaktion beherzter Art können Sie in diesem Video hier unten mitverfolgen.

Lotar Martin Kamm

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