Schlüssel zur Wahrheit verborgen in einer Flut von Informationen


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Keine Hoffnung ohne Hinterfragung

Behutsam ziehst du deine Decke über den Kopf, einfach mal abschalten von der Flut eines ganz gewöhnlichen Tages voller Meldungen, die meist schreckliches offenbaren. Überhaupt magst du am liebsten die Zeit zurückdrehen, als noch ein wenig mehr Hoffnung bestand beim Durchbruch in Sachen Weltfrieden. Diese entpuppt sich als zunehmende Illusion angesichts fortschreitender Drohkulissen.

Die Neue Welt streckt mal wieder ihre Hand aus gen Osten, Russland möge endlich sich einreihen ins Gefüge einer nimmersatten Obrigkeit. Obwohl dazwischen die alte Welt nach Jahrhunderten geglaubter Überwindung ewiglicher Kriegstreiberei zumindest annährend in Europa einige Jahrzehnte friedlich zusammenlebte, parallel sich global ausbeuterisch auch per Krieg und Terror austobte, um eigene Pfründe zu sichern, verharren die meisten Menschen in ihrem Korsett der Abhängigkeiten, um halbwegs angepaßt in jeweiligen politischen Systemen zu überleben.

Das Mittel einer Herrschaft von oben diktiert funktioniert nahezu vorbildhaft im Sinne ihrer eigens formulierten Daseinsberechtigung, die keinerlei Humanismus hegt und daher auch rücksichtslos all das weltweite Leid billigend in Kauf nimmt. Die Mehrheit ordnet sich dem unter, bloß nicht auffallen im Kollektiv einer gegenseitigen Kontrolle, wo Neid, Mißgunst und Häme bis hin zu Haß sich unverblümt entwickeln und ausbreiten darf. Solch Werdegang dient den selbsternannten Eliten, ihr eigenes Leben zu bereichern, während unzählige Millionen Menschen tagtäglich ein armseliges Dasein fristen.

Dazwischen eine ungemein perfide Form der Geschichtsschreibung, eine Anhäufung von Wissen, in Büchern gedruckt, inzwischen in Computern gespeichert, über das Internet verbreitet für jedermann, wer die Möglichkeit hat, im Netz zu surfen. Wo liegt die Wahrheit verborgen in der Flut von Informationen, die manipulativ sich verbreitet, stets im Visier die eigene Sicht des Geschehens, um je nach System den Stempel ihrer Glaubwürdigkeit den ahnungslos Fragenden aufzudrücken?

Im Ermessen einer möglichst vielseitig betrachteten Auswertung von Fakten, obwohl genau dabei schon Zweifel bestehen. Wer bestimmt, was richtig, was falsch? Wonach lassen sich angebliche Tatsachen bemessen, wenn diese ohnehin bewußt ständig in Frage gestellt, obendrein aus taktischen Gründen gewisser Bereicherung je nach Blickwinkel gezielt verfälscht werden? Eine Gratwanderung zwischen eigener Erfahrung mit einem Höchstmaß an annähernd praktizierter Objektivität, die sich ständig einer Selbstkontrolle unterziehen muß, will sie ihrem Anspruch gerecht werden. Insofern ein fast unlösbares Unterfangen.

Möge derjenige sich erheben und behaupten, er wisse alles über sämtliche Zusammenhänge von jetzt bis zur Entstehung des Universums. Gott, wenn es ihn tatsächlich geben sollte, wäre tief beeindruckt ob solch menschlicher Fähigkeiten. Ein viel zu abstrakter Gedankengang, der sowieso kaum hilfreich angesichts weltweiten Elends? Unbedingt. Aber unser Dasein, das sollten wir schon stets hinterfragen als mündige Bürger.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Schlüssel zur Wahrheit verborgen in einer Flut von Informationen

  1. WiKa schreibt:

    Sehr schön zusammengefasst, ich hätte es nicht besser gekonnt. Der letzte Absatz löst es natürlich noch nicht auf, er provoziert immer nur weitere Fragen. Um eine möchte ich hier ergänzen, die angefangene Inspiration zu vertiefen:

    Wie funktioniert „Denken“ …
    … dabei möchte ich aber jetzt nichts über Gehirnfunktionen erfahren, die sind ja nur dafür zuständig das Gedachte, Wahrgenommene in diese Sphäre zu übermitteln bzw. unser Instrument namens Körper hier zu steuern. das hat mit Denken nichts zu tun.

    Oder anderes gefragt: „Wessen Geistes Kind sind wir eigentlich?“

    Die Beantwortung dieser Frage könnte uns, meiner bescheidenen Meinung nach, in diesem Kontext sehr viel weiterhelfen. Ich habe bislang noch keine brauchbare Antwort auf diese Frage erhalten können. Allein die Tatsache, dass wir denken, es auch wissen und ohne Unterlass tun, ist in Verbindung mit unserem aktuell, kollektiv als Menschheit an den Tag gelegten Verhalten zunächst nur ein erdrückendes Armutszeugnis.

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