Gefühlsdiebe


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Berauscht von der Liebe, vom Glück,
wußte ich nicht, wohin ich tritt,
zuerst dachte ich, es sei der Saft des Honigs,
der süß und klebrig mein Herz erobert,
mich zähflüssig immer zu dir hinzog,
wie Süße betörend mein Herz durchbohrt.

Je schwerer das Gehen fiel, desto mehr Kraft
ich aufwand, dich zu erreichen, desto lieber
meinte ich, dich zu haben, desto glücklicher
schien ich zu sein, desto mehr liebte ich dich,
desto mehr vergaß ich mich, war im Kampf
mit der klebrigen Masse, bis ich mich haßte.

Suchte nach dem Zucker der Leidenschaft,
der Hingabe, des Fallenlassens, Freiheit
mir versprach der verlockende Duft
von deinem Wesen, alles habe ich gegeben,
nur um noch mehr nach dir zu streben,
zum Schluß bat ich nur noch um mein Leben.

Verklebt war meine Seele, der Honig war Leim,
der mein Herz verkrustet hat wie Teer,
mich zu befreien, mich zu erkennen, war schwer.
Ich badete in tosenden Flüßen, schwamm im Meer
von Düften, Erinnerungen wischten meinen Willen,
zu mir zu finden fort, zu lange warst du mein Wort.

An den Stränden der Buchten, Gefühle versuchten
mich erneut, zu deinem süßem Liebesduft zu treiben,
aber wenn ich durch die Bäche der Tränen
schwamm, Brücken mir Straßen zu andern Ufern
boten. Wege übers Land trockneten die letzten Reste
der einseitigen Liebe, heute erkenne ich von weitem
Gefühlsdiebe.

Nafia

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