Sommer 2016: Abschiednehmen ohne Wehmut


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Herbstgefühle offenbaren Extremwetterlagen

All diejenigen, die größtenteils mit viel Wärme und eher weniger Regenergüssen gesegnet wurden im Laufe der zurückliegenden neun Wochen, die dürfen sich meist glücklich schätzen über einen mehr oder weniger normalen Sommer 2016. Anschreiben und Berichte per E-mail werden gern entgegengenommen, wo das in Deutschland sich so zugetragen haben soll.

Ansonsten offenbaren seit einiger Zeit schon Herbstgefühle Extremwetterlagen. Der Siebenschläfer wurde erneut seinem Ruf gerecht, die Prognose hat sich daher bewahrheitet, daß der Sommer regelrecht ins Wasser fällt.

Kurztrip in den sonnigen Süden gefällig?

Schnellste Variante wäre das Fliegen. Wer’s sich nicht leisten kann per Billigflug, Ängste vor Terror, Absturz und schlechtem Gewissen all inclusive. Sie lesen richtig, jeder Flug offenbart eine erhebliche Belastung der Umwelt, im übrigen ebenso mit den teuren Fluggesellschaften. Das Damoklesschwert der Terrorangst schwebt letztlich überall dort, wo Menschenansammlungen stattfinden, folglich gleichwohl in jedem Einkaufszentrum einer europäischen Großstadt, Flughaben, Bahnhof, Oper oder Fußballarena.

Wenn im Süden angekommen, erwartet den Sonnenhungrigen die volle Breitseite warm-heißer Luft, endlich kein Naß von oben, außer vom Strahl der Hotelbrause. Die Chance, daß hierzulande das Wetter sich schlagartig in eine Azorenhochlage verwandelt, die dürfte bereits verstrichen sein, selbst wenn noch 19 Tage der verbleibenden Hundstage bevorstehen. Das Auf und Ab zwischen kurzer Sonnentagdauer und erheblich längeren Regenzeiträumen wiederholt sich schon viel zu oft im ausgehenden Sommer dieses Jahres. Obendrein mancherorts zuviel Wassermassen für Chaos und Zerstörung sorgten, gar der ein oder andere Tornado die Bevölkerung überraschte.

Kein Blick zurück in Zorn

Erinnerungen vermögen ganz unterschiedliche Assoziationen hervorrufen. Sicher doch, man blättert gern in Photoalben, wo noch glückliche Gesichter uns entgegenblicken, weil im Bikini oder Badehose man gelassen im Swimming-Pool geplantscht hatte, ein schattiges Plätzchen sich aufsuchte bei über 30° C im Schatten, ein blauer Himmel keine Wolke zuließ.

Davon im diesjährigen Sommer keine Spur. Im Zweifelsfalle hat stets das Wetter schuld, wenn das ein oder andere uns nicht in den Kram paßt. Diesmal darf man in vollen Zügen Dampf ablassen, tatsächlich über den verkorksten Sommer motzen. Doch Halt, kein Blick zurück in Zorn. Es nützt alles nichts, weil letztlich wir uns damit abfinden müssen, was von oben kommt, welches Klima vorherrscht.

Lassen wir uns nicht die gute Laune verderben, nur weil ein wenig Regen, Hagel, Sturm und Gewitter den bisherigen Sommer begleitend stören. Umso glücklicher empfangen wir jeden Sonnenstrahl, wenn kaum ein Lüftchen weht bei minimal 25° C im Schatten.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Sommer 2016: Abschiednehmen ohne Wehmut

  1. nurmalich schreibt:

    Ok, so richtig toll war der Sommer bisher wohl nirgends. Aber so richtig schlimm war er auch nur an ganz wenigen Orten. Für Freizeitaktivitäten hat er – das stimmt schon – relativ wenige sichere Sonnentage geboten und manche Planung musste kurzfristig verändert werden. Aber ist das das wichtigste?
    Andererseits war das eher feuchte Wetter ein ideales Wachstumswetter. In unserem Garten gediehen die meisten Pflanzen wirklich gut.
    Mein Fazit: Wer sich übers Wetter ärgern will, findet (immer) Gründe genug.
    Wer aber genauer hinschaut, findet auch durchaus erfreuliche Seiten dieses Sommers.
    Deshalb, wie du am Schluss schreibst:
    „Lassen wir uns nicht die gute Laune verderben, nur weil ein wenig Regen, Hagel, Sturm und Gewitter den bisherigen Sommer begleitend stören. „

    Gefällt 2 Personen

  2. heike schreibt:

    „Lassen wir uns nicht die gute Laune verderben, nur weil ein wenig Regen, Hagel, Sturm und Gewitter den bisherigen Sommer begleitend stören.“ Genau, auch wenn Überschwemmungen stattfanden an manchen kleinen Orten – es zeigte plötzlich, dass jeder bereit war, jedem zu helfen! Endlich wieder ein wenig mehr kommunikatives Miteinander und gegenseitige Hilfsbereitschaft! Danke für den Artikel, Lotar! GlG, Heike, die du als Holzwürmchen kennst 😉

    Gefällt 1 Person

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