Wegwerfgesellschaft fördert Ressourcenverschwendung


https://pixabay.com/de/rock-n-heim-camping-festival-848778/

pixabay.com

Wirtschaftspolitik im Klammergriff der Konzerne

Bezeichnend jenes Bild, welches uns begegnet nach einem Freiluftkonzert oder Veranstaltungen ähnlicher Art, denken wir an Kundgebungen, vermehrt wieder an Demonstrationen, wenn überall sich achtlos weggeworfenes in der Landschaft, auf den Straßen verteilt. Ein typisches Indiz unserer Wegwerfgesellschaft, die dadurch ohnehin Ressourcenverschwendung fördert.

Eine latent vorhandene Nachfrage, ein unverantwortlicher Kreislauf zwischen Werbung, Verpackung, dem Verbraucher und dem folgenden Müll. Die Wirtschaftspoltik befindet sich in sofern im Klammergriff der Konzerne, die solche Verhaltensmuster nicht nur initiieren, sondern uns quasi aufzwängen. Können wir dies dermaßen simpel einfach so behaupten?

Vom Brötchen bis zu Palettenstapeln – überall Verpackungen

Nahezu alles wird verpackt, zunehmend eingeschweißt in Plastikfolien. Unfaßbar anzusehen, wenn gar Bio-Äpfel zu viert verpackt, unten eine weiche Styroporschale, in einer Kunststoff-Folie eingeschweißt dem Kunden angeboten. Wer mag da noch wirklich von Bio sprechen? Natürliche Kreisläufe werden vielmehr mit Füßen getreten.

Vom Brötchen bis großen Palettenstapeln, wo letztere ebenso gar etliche zwecks Transport eingeschweißt auf LKWs gehievt ihre Notwendigkeit rechtfertigen. Mensch hat unendlich viele Argumente, um die eigene Bequemlichkeit zu betonen. Was in der Großindustrie und in Lagerlogistik angewandt, findet gleichwohl im Alltag statt. Mal schnell einen Kaffee im Wegwerfbecher trinken, ganze Bäckerei-Ketten praktizieren dies, so auch „Backwerk“ in Hamburg. Zurecht mahnte Robin Wood mit seinen neulichen Protesten die dadurch entstehenden Müllberge an, die Schäden der Wälder und des Klimas, die Wegwerfbecher mit verursachen.

Umdenken übernotwendig im Hinblick weltweiter Konsumwachstumsraten

Die Welt rückt zusammen, der Globalismus hat ohnehin etliche Spuren der Umweltverwüstung hinterlassen, denken wir an die riesigen Plastikmüllteppiche in den Ozeanen, an die achtlos weggeworfenen Hinterlassenschaften an den Straßenrändern. Zuhause jedes Staubkorn aufsaugen, nahezu wie in einer Wohnung oder Haus leben, als ob man in einer Dekoration eines Möbelhauses sich befände, aber außerhalb der eigenen vier Wände einfach die Umwelt verschandeln. Mehr Ignoranz und Verachtung geht kaum, oder?

Kritik muß man aussprechen, Lösungen dennoch anbieten. Dazu gehört Recycling per sinnvoller Plastikmüll-Aufarbeitung genauso dazu wie andere notwendige Schritte in der Politik selbst. Wenn auch halbherzig, die EU versucht sich. Zurecht geht dies Umweltschützern nicht weit genug, da muß noch wesentlich mehr Dringlichkeit erfolgen, zumal weltweite Konsumwachstumsraten zwangsläufig für höheren Müll sorgen.

Während Jane Fonda mal äußerte, wer gingen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum, setzt sich besonders die verantwortliche Politik darüber hinweg, genau dies zu verhindern: Hauptsache der Profit stimmt, was interessieren da schon Mensch und Natur.

Lotar Martin Kamm

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Umwelt abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Wegwerfgesellschaft fördert Ressourcenverschwendung

  1. Andre schreibt:

    Nachwuch droht Gehalt auf Hartz-4-Niveau

    Ende der Wohlstands-Ära: Die Jungen werden ärmer als ihre Eltern

    http://www.stern.de/wirtschaft/geld/mckinsey-studie–die-jungen-werden-aermer-als-ihre-eltern-6971346.html

    oder auch ganz lecker: Verarmung als Megatrend – siehe auch: https://www.berlinjournal.biz/verarmung-kinder-aermer-als-eltern/

    Laut Politik müsse man sich „integrieren“ (nach Definition der Politik was das denn angeblich sei). Dazu braucht es in der heutigen Zeit üppige Geldmittel, die die meisten Leute, die angeblich „nicht integriert“ sind (auch sehr viele Deutsche).

    Auf einen Zusammenhang stieß die britische Soziologin Marii Peskow in der European Social Survey (ESS): Demnach sei die Bereitschaft zur Wohltätigkeit in egalitären Gesellschaften deutlich schwächer ausgeprägt, als in solchen mit großen Einkommensunterschieden. Die Erklärung dafür liege im sozialen Statusgewinn, den Wohlhabende in ungleichen Gesellschaften erfahren würden, wenn sie Schwächere unterstützten. In egalitären Gesellschaften herrsche hingegen das Bewusstsein vor, dass dank des Sozialstaats für die Schwachen schon gesorgt sei.

    Faulheit gilt in den westlichen Industrienationen als Todsünde. Wer nicht täglich flott und adrett zur Arbeit fährt, wer unbezahlte Überstunden verweigert, lieber nachdenkt als malocht oder es gar wagt, mitten in der Woche auch mal bis mittags nichtstuend herumzuliegen, läuft Gefahr, des Schmarotzertums und parasitären Lebens bezichtigt zu werden.

    Nein, stopp: Nur die armen Arbeitslosen fallen in die Schublade »Ballastexistenz«. Millionenerben, Banker- und Industriellenkinder dürfen durchaus lebenslang arbeitslos und faul sein. Sie dürfen andere kommandieren, während sie sich den Bauch auf ihrer Jacht sonnen.

    Früher glaubten viele Menschen an einen Gott. Wie viele heute noch glauben, da oben säße einer, der alles lenke, weiß ich nicht. Das ist auch egal. Gottes ersten Platz hat im modernen Industriezeitalter längst ein anderer eingenommen: Der »heilige Markt«. Der Finanzmarkt. Der Immobilienmarkt. Der Energiemarkt. Der Nahrungsmittelmarkt. Und der Arbeitsmarkt.

    Der Arbeitsmarkt ist, wie der Name schon sagt, zum Vermarkten von Arbeitskraft da. Wer kein Geld und keinen oder nur sehr wenig Besitz hat, verkauft sie. Die Eigentümer der Konzerne konsumieren sie, um daran zu verdienen. Das geht ganz einfach: Sie schöpfen den Mehrwert ab. Sprich: Der Arbeiter bekommt nur einen Teil seiner Arbeit bezahlt. Den Rest verrichtet er für den Gewinn des Unternehmers.

    Arbeit verkaufen, Arbeit konsumieren: So geschieht es seit Beginn der industriellen Revolution. Denn Sklaverei und Leibeigenschaft wurden ja, zumindest auf dem Papier, abgeschafft.

    Solange Furcht vor Strafe, Hoffnung auf Lohn oder der Wunsch dem Über-Ich zu gefallen, menschliches Verhalten bestimmen, ist das wirkliche Gewissen noch gar nicht zur Wort gekommen. (VIKTOR FRANKL)

    Die Todsünde der Intellektuellen ist nicht die Ausarbeitung von Ideen, wie fehlgeleitet sie auch sein mögen, sondern das Verlangen, diese Ideen anderen aufzuzwingen (Paul Johnson)

    Der Teufel hat Gewalt, sich zu verkleiden, in lockende Gestalt… (Shakespeare)

    Das Heimweh nach der Barbarei ist das letzte Wort einer jeden Zivilisation (Cioran)

    Alle Menschen sind klug – die einen vorher, die anderen nachher (Voltaire)

    Die Gefahr ist, dass die Demokratie zur Sicherung der Gerechtigkeit für diese selbst gehalten wird (Frankl)

    Absolute Macht vergiftet Despoten, Monarchen und Demokraten gleichermaßen (John Adams)

    Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer (Schopenhauer)

    Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen (Kant)

    Denn mancher hat, aus Furcht zu irren, sich verirrt (Lessing)

    Die Augen gingen ihm über, so oft er trank daraus… (Goethe)

    Immer noch haben die die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen (Hölderlin)

    So viele Gefühle für die Menschheit, dass keines mehr bleibt für den Menschen (H. Kasper)

    „Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden“ (Helmut Schmidt)

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s