Weltpolitik: Wenn der Krieg zu uns nach hause kommt


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flickr.com/ dielinke_nrw/ (CC BY-SA 2.0)

Widerstand zwar eine Option – wer lenkt wie die Massen?

In Streßsituationen reagieren Menschen durchaus unterschiedlich. Bei Bedrohungen um Leib und Leben erst recht. Davon können all jene ein trauriges Lied singen, die im Alltag dem Terror und Krieg ausgesetzt sind, ganz besonders hochaktuell in Syrien, wo seit über fünf Jahren die Bevölkerung leiden muß, viele einfach nur noch flüchten.

Von „einfach“ kann schon gleich gar nicht die Rede sein, Schlepper verdienen sich eine goldene Nase. Apropos verdienen. Jedermann sollte sich verinnerlichen, wer denn nicht nur hierbei, sondern weltweit tatsächlich an all dem Leid entfesselter Kriege profitiert: die Rüstungsindustrie zusammen mit ihren Helfershelfern in der Politik. Deshalb muß Widerstand eine Option sein, um diesen Kreislauf zu stoppen. Exakt an jener Nahtstelle, diese Erkenntnis in die Tat umzusetzen, befinden wir uns. Doch wer lenkt wie die Massen?

Politische Lager zerlegen sich selbst und gegenseitig

Beste Voraussetzung für diejenigen, die Krieg und Terror letztlich wollen, gekoppelt an jener perfiden Geschäftspolitik, die der olle Brecht mittels „Mutter Courage und ihre Kinder“ uns live und direkt auf Theaterbühnen draufstoßen ließ, was bis heute aber nicht ausreichte, die Verursacher zum Teufel zu jagen.

Dann lieber in Seelenruhe zuschauen, wie politische Lager sich selbst zerlegen? Bei den Rechten, die jüngst mal wieder ran dürfen im Hinblick zur ersten erfolgreichen Partei rechts von der CSU, spalten sich die Hardliner von den Gemäßigten, der Ton bleibt in der Sache scharf: Aufwiegelung zum Ausländerhaß, speziell über eine Islamophobie.

Mittendrin ein nahezu ohnmächtig vor Wut und Resignation wirkender KenFM, wie hier zu sehen, der zunächst eindringlich alle auffordert, doch am 01. Oktober vor das Kanzleramt sich zu begeben, dort die Masse kundtun soll, was sie von Merkel & Co. zu halten habe. Verständlich. Weniger und erstaunlich, wie vorschnell da eben nicht differenziert wird, er simpelst ausgerechnet Sahra Wagenknecht mit in der Reihe aufzählt, die dem Treiben der Rüstungslobby tatenlos zuschauen soll. Stimmt so keinesfalls!

Ein haltloser Shitstorm gegen Sahra Wagenknecht gezielte Absicht

Haben all die politischen Kritiker was gefunden, nur weil Sahra Wagenknecht sich für einen kurzen Moment nicht deutlicher ausdrückte in ihrer durchaus berechtigten Schelte gegen diese Bundeskanzlerin? Wer die sozialen Standards seit über zwanzig Jahren herunterschraubt, immer mehr Rüstungsgeschäfte besonders auch in Krisenherde zuläßt, somit mit zu verantworten hat, darf sich nicht wundern, wenn dadurch entstandene Kriege und Terror eine Flüchtlingswelle lostritt, mit ihr ebenso Terror hierzulande sich Wege der Entladung sucht.

Aber genau das hat Sahra Wagenknecht, die Linke als einzigste Partei im Deutschen Bundestag stets den verantwortlichen drei Regierungskoalitionen explizit berechtigt vorgeworfen. Daß jetzt ausgerechnet eine Frau Roth von den Grünen, obendrein in der Zeit dermaßen undifferenziert Sahra Wagenknecht vorwirft, sie wäre auf rechten Stimmenfang aus, läßt tief blicken. Wer hat denn in der Regierungsverantwortung den Steigbügel Herrn Schröder gehalten, als dieser der NATO zustimmte, in Jugoslawien Krieg zu führen? Die Grünen, im Gegensatz zur Linken!

Sehr besonnen und unbedingt kompetent äußerst sich die Vorsitzende der Linken im Interview mit Albrecht Müller. Man wird das Gefühl nicht los, daß solche Kompetenz den Neidern die Röte vor Wut ins Gesicht schießen läßt, diese sämtliche Mittel und Wege ersinnen, sie zum Fall zu bewegen. Andererseits fragt sich der kritische Querdenkende dennoch, wie das gehen soll, eine mögliche R2G-Koalition?

Solange einfach zur Tagesordnung übergegangen wird, Waffenlieferungen anhalten, besonders die USA schalten und walten dürfen wie bisherig, nach der US-Wahl eventuell noch wesentlich aggressiver, muß man befürchten, daß sich im Endeffekt nichts ändern wird. Selbst ein Aufstand der Wut vorm Kanzleramt oder dem Deutschen Reichstag kann dem nicht Einhalt gebieten.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Weltpolitik: Wenn der Krieg zu uns nach hause kommt

  1. PachT / Blogger schreibt:

    Man muss nicht „links“ stehen, um diese Gedanken zu befürworten …
    *
    Eingewandert HASSPREDIGER haben das freie Wort;
    ANDERSDENKENDE als die Regieungskreise werden abgestraft !
    *
    Wir schaffen das –
    uns dem NEUEN ganz schnell anzupassen !

    Gefällt 1 Person

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