Schauplätze zweckdienlich dem Mammon zur Seite stehen


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flickr.com/ F100R/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Kann sich ein System alleinig durchsetzen?

Vermittelt durch die Bestimmung von Kants „Mündigkeit“, auch die Politik sich rasant dementsprechend entwickelte, geht ein Gespenst durch alle Nationen, welches da lautet: Wir haben die bessere Ideologie, das bessere System für die Menschen. Daher verabschiedeten sich nach und nach die Staaten von Monarchien, die ersetzt wurden von Diktaturen, von Demokratien bzw. „Scheindemokratien“. Und was wurde nicht ersetzt? Richtig, die eigentlichen Mächte, früher die Großgrundbesitzer, heute die wachsenden Konzerne.

Genau sie sind es, die tatsächlich bestimmen, während der neue, aufgeklärte, mündige Mensch vermittelt bekommt, er dürfe entscheiden, für seine Rechte, für sein Wohlbefinden. Der Mammon richtet sich stets nach den Gesetzmäßigkeiten der Gewinnmaximierung. Dabei fragt er nicht, ob Menschenrechte eingehalten werden. Sie werden zwar umgesetzt, meist kurzfristig, oftmals nur zum Schein, wenn seine eigenen Interessen gefährdet. Aber ein ethisches, moralisches Gewissen, das hat der Mammon nicht. Hätte er es, dürfte es letztlich nicht einen Menschen geben, der hungern müßte. Auch gäbe es keine Kriege mehr.

Bestimmte Ideologien sind daher zum Scheitern verurteilt, weil sie sich unendlich oft wiederholen, in ihren Mechanismen, die „andere Seite bloßzustellen“ und jeweils ihre eigene zu hofieren. Eine Ideologie macht nur dann Sinn, wenn sie sich schließlich zum Vorteil von allen Gesellschaften etabliert, nicht mit dem Anspruch „die Wahrheit gepachtet“ zu haben, aber mit der Erkenntnis, daß Vielfältigkeit zählt.

Keinesfall kann es angehen, daß eine Ideologie, die nur die „Interessen des Mammons“ bewahrt, sich etabliert. Es darf nicht sein, daß Diktaturen sich ausbreiten, weil sie eine Mündigkeit letztlich nicht zulassen. Es darf aber auch nicht sein, daß eine „Gleichmacherei“ des Menschen dazu führt, daß das Individuum untergeht. Wie soll man solche Ansprüche unter einen Hut bringen, wird jetzt die berechtigte Frage sein. Dazu zurück zum Stichwort: Schauplätze.

Was sind Schauplätze? Es sind die Orte, wo Menschen „geblendet“ werden, damit sie sich keine eigene Meinung bilden können. Das ist so gewollt, damit der Mammon seine menschenverachtende Wirkung entfalten kann. Und das tut er, völlig ungeniert. Daher spielen die Medien im Einklang dieser Gesetzmäßigkeit mit, weil sie davon in soweit profitieren, um eben sich selbst zu erhalten. Wehe, es gäbe eine wirklich „freie, unabhängige Presse“, wie dann wohl Menschheit reagieren würde? Man braucht es nicht vertiefen, sollte nur darauf hinweisen, daß sich zwischen der Zeit, wo es keine Möglichkeit gab, global Nachrichten im Sekundentakt zu verbreiten, und der Jetztzeit dahingehend nichts sich änderte, weil die Möglichkeit der zensierten Nachrichten stets in Betracht zu ziehen sind, und zwar im Sinne der jeweiligen Ideologie. Warum ein solches Faktum erwähnen, was jeder halbwegs denkende Mensch sich selbst zusammenreimen kann?

Wir müssen wieder den Fokus ausrichten auf das Wesentliche, nämlich stets zu reflektieren, ob wir uns nicht „verzetteln“ im Gegeneinander der Ideologien, der Religionen, aller Gegensätze, die allesamt eines gemeinsam haben: Gedanken und somit Wirklichkeiten von Menschen selbst. Hinterfragen ist das höchste Gebot bei allen politischen Entscheidungen.

Die Menschen sollten wieder zusammenrücken, im Sinne einer Solidarität, die eine andere Meinung gelten läßt, wenn diese tatsächlich Menschenrechte inne hat und sie nicht mit Füßen tritt, weder in Parteiprogrammen (versteckt) noch offen durch Taten, die auch weltweit in unsere Wohnzimmer flimmern, auf den Bildschirmen. Es ist eine wunderbare Idealvorstellung, trotz aller Ideologien zusammenzuleben. Achten wir alle darauf, daß eine erlangte Mündigkeit nicht wieder verloren geht.

Nicht die Materie zählt, keine äußeren Werte, man stellt mittels seines Berufes nichts besonderes dar, vielmehr die tief im Inneren verwurzelte ureigene Persönlichkeit offenbart den wahren Kern, den es zu leben gilt.

Lotar Martin Kamm

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