Gesellschaft: Chaotischen Zeiten widerstehen ohne jedwede Hysterie


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Was sollte Mensch veranlassen, endlich Frieden zu finden?

Was heute für sicher erklärt, kann morgen bereits entrissen im Sande liegen, in den Wogen der wellenumspülten Salzwassermassen ans Ufer geschleudert in letzten Zuckungen seinem Ende entgegenblicken. Bezeichnenderweise wiederholen sich die Folgen der Gewaltszenarien, während Mensch im Dunkeln tappend ahnungslos einem fraglos müßigen Idol nacheifert, welches nicht im geringsten eine Spur von Reue empfindet, wenn alles auf Endzeitzerstörung hinausläuft.

Chaotische Zeiten lauern heute mehr denn je, obwohl gewisse Persönlichkeiten sich hin und wieder zu Wort melden, Mäßigung anmahnen, mit Ratschlägen aufwarten. Was sollte Mensch veranlassen, endlich Frieden zu finden?

Menschliches Augenmaß wider der Weltreligionen

Nahezu alle großen Weltreligionen haben ausgesorgt, beschäftigen tatsächlich mehrere Milliarden Menschen trotz Aufklärung, neuzeitlich befreitem Leben, sowohl mit ganz pragmatischen Arbeitsplätzen bis hin zu direkten wirtschaftlichen Verflechtungen, die einigen Ländern diktieren, wie deren Lebenswandel sich gestaltet. Darunter das Christentum, allen voran der Vatikan und somit die Katholische Kirche mit ihrem unermeßlich angehäuften Reichtum, man denke nur an deren weitverbreitete Heuchelei, welche nach wie vor bis in die Tagespolitik meint, sich einmischen zu müssen. Was für eine wundersame Erkenntnis nach Jahrhunderten eigener Bereicherung!

Dürfen wir uns glücklich schätzen, daß kein Heilsbringer in Sicht? Obwohl jenes Gleichnis von der Wiederkehr Jesu ohnehin keiner realen Grundlage entspricht, außer man glaube unbedarft an Gottes Sohn. Lassen wir jenen Christen ihren Glauben, diesen Respekt kann man ihnen entgegenbringen. Politische Entscheidungen sollten sich wenigstens an das halten, was ihnen abverlangt wird: ein menschliches Augenmaß ohne Bevorzugung bestimmter Auserwählter. Doch daran hält man sich mitnichten.

Selbstbewußtsein muß Wege der Entfaltung zulassen

Wer dem Schauspieler die Bühne oder die Leinwand entreißt, dem Musiker dessen Instrumente, dem Schriftsteller die Mußestunden des Schreibens, wenn Jongleure ohne Bälle im Dunkeln ausharren, weil sämtliche Energien aussichtslos einer unsicheren Zukunft entgegenblicken, die heimgesucht von Endzeitstimmung, da mag der noch aufmerksame Mensch sich fragen, warum kein anderer Ausweg gefunden. Können wir, außer Hoffnung zu schöpfen, solche desaströse Entwicklungen überhaupt noch aufhalten, ihnen etwas entgegensetzen?

Was im Kleinen begonnen, denken wir zurück an unserer Kindertage, sich jedoch im Laufe des gnadenlos ellenbogenartigen Arbeitslebens als eine knallharte Wirklichkeit entpuppt, spätestens dann setzt Resignation ein. Doch es ist nie zu spät trotz vieler Widrigkeiten. Hat sich erst mal mit der Erkenntnis eigentlich einfacher Zusammenhänge daraus ein gezielt angestrebtes Selbstbewußtsein entwickelt, besteht die Chance, daß jene andere motivieren, ihren Gedanken zu folgen. Kann natürlich nur funktionieren für diejenigen, die noch nicht gänzlich der Ablenkung, dem Konsumrausch verfallen, noch bereit sind, sich zu wandeln, umzudenken und entsprechend aktiv mitwirken.

Kein einfaches Unterfangen, aber nicht aussichtslos. Muß dafür der Leidensdruck noch größer vorherrschen, bevor endlich ein Umbruch einsetzt? Es schaut ganz danach aus. Nicht einige wenige Botschafter vermögen die Menschheit vor ihrer eigenen Zerstörungsgewalt befreien, sie müssen es schon selbst erkennen und entsprechend weise handeln. Verpassen sie die Gelegenheiten, werden es andere für sie richten, mit düsterem Ausgang.

Lotar Martin Kamm

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