SPD: Rückbesinnung ohne Furcht und Tadel unwahrscheinlich


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flickr.com/ Metropolico.org/ (CC BY-SA 2.0)

Reale Wunschvorstellung oder ein trügerisches Unterfangen?

All diejenigen, die ohnehin meinen, die „Deppen“ im Bundestag würden das Volk verraten, am besten die Politik zum Teufel jagen, um dem Volk endlich das zu überlassen, was es schon länger fordere, die mögen getrost exakt an dieser Stelle das Weiterlesen sein lassen, denn trotz vieler Widrigkeiten befinden wir uns in einer legitimierten Demokratie, wo nach Wahlen Parteien entsprechend im Plenum Platz nehmen, ob regierend oder in der Opposition.

Im nächsten Jahr findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt. Überdenkt deshalb die SPD ihren Stellenwert gänzlich neu, eine Rückbesinnung ohne Furcht und Tadel? Oder eher reale Wunschvorstellung, ein trügerisches Unterfangen angesichts etlicher Verflechtungen nach viel zu langer Zeit gerade mit den C-Parteien?

Das Volk neu entdecken oder doch nur wieder Wahltaktik?

Natürlich muß Kritik nicht nur erlaubt sein, sie hat ihre unbedingte Notwendigkeit, damit die verantwortliche Politik stets hinterfragt und entsprechend abgewählt wird, falls sie versagt. Der Weg dahin, der mag ebenso fragwürdig sich gestalten angesichts gewisser Einflußnahme gezielter Interessenvertreter ganz besonders in der Wirtschaft, wo Lobbyisten den Kurs diktieren.

Skepsis und mehrfacher Vertrauensverlust hat sich eingebrannt in den Köpfen der Menschen, so daß sich viele längst von den großen Parteien abwenden, selbst von den kleinen bisherig etablierten, manche rechtspopulistischen „Rattenfängern“ wie der AfD auf den Leim gehen. Kein Wunder, was soll man von einer SPD halten, erinnern sich manche noch, wie ein Herr Müntefering eine Mehrwertsteuererhöhung vor der Wahl schroff ablehnte, um danach sie trotzig durchzusetzen? Und jetzt in Bayern diese SPD plötzlich zurück will zur sozialen Gerechtigkeit? Aha, ein Eingeständnis, daß die SPD schon viel zu lang ihren alten Kurs verließ, spätestens bei den Hartz-IV-Gesetzen mit Bundeskanzler Schröder? War ihr politischer Weg nicht von Beginn an besiegelt?

Koalitionsgeschacher sollte nicht über politische Herausforderungen hinwegtäuschen

In etwa schon wieder Hoffnung hegen, weil laut Emnid zur Sonntagsfrage vorgestern die SPD bei 24% liegt, während eine AfD bei 10% verharrt? Blicken wir einer anderen Regierungsära möglicher Koalitionen entgegen, weil nach der Bundestagswahl 2017 die Karten neu gemischt werden? In etwa R2G, neuester Codename für ein Rot-Rot-Grünes-Linksbündnis?

Einzigst könnte eine solche Regierungsvariante ein Bündnis der C-Parteien sowie der FDP zusammen mit dieser AfD verhindern. Ganz rechts stoppt dann linken Kurswechsel? Das möchten sich die meisten lieber nicht vorstellen, wobei gleichzeitig eine Linke in einigen Punkten extreme Kompromisse hinnehmen müßte, weil die SPD bestimmt nicht den aggressiven Werdegang der NATO anmahnt, um einen Ausstieg zu fordern. Obendrein sind manche SPD’ler zu weit in der Rüstungsgeschäftspolitik verwickelt, denken wir an Panzer gen Saudi-Arabien.

Fazit möglicher Regierungsbündnisse: Es bleibt wohl eher bei der alten Großen Koalition trotz mancher Überlegungen.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu SPD: Rückbesinnung ohne Furcht und Tadel unwahrscheinlich

  1. mistkaeferchen schreibt:

    ICH HALTE VON DIESEN UMFRAGEN NICHTS. MAN LIEST MEHRFACH IM NETZ DAS DIESE UMFRAGEN MANIPULIERT SIND.

    Gefällt mir

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