Stell dir vor, es ist Frieden und viele greifen zu den Waffen


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Gott richtet nicht über Menschen – das bewirken sie schon selbst

Mit dem Zerfall der UdSSR, als die Mauer der beiden deutschen Staaten mittels friedlich überfälliger Revolution hinfällig wurde, der Kalte Krieg ein jähes Ende fand, begannen die Jugoslawienkriege, die zehn Jahre andauerten, das bis dorthin friedliche Europa erschütterten, letztlich eine rot-grüne Bundesregierung wieder eine deutsche Beteiligung an Kriegsgeschehen duldete.

Rüstungsindustrien produzieren fleißiger denn je, trotz oder erst recht wegen angeblicher Atomwaffensperrverträge, die undurchsichtiger kaum sein können, abgesehen davon, daß mitten in der BRD Atomwaffen lagern. Was hält in sofern andere, kleinere Staaten davon ab, sich nicht selbst zu wappnen? Der Iran wird beeäugt und gegängelt, während neun Nationen über Atomsprengköpfe verfügen, in unmittelbarer Nachbarschaft: Israel, Pakistan, Indien sowie Russland.

Stell dir vor, es ist Frieden und zu viele greifen zu den Waffen, wie jüngst in der Türkei per Putsch versucht wurde, obwohl sich etliche Stimmen mehren, die zurecht daran zweifeln, viel eher Erdogan ein Szenarium unterstellen, welches seine Macht zum Alleinherrscher eindringlicher ausbaut. Dabei gleich die Verurteilung dieser Militärrevolte von der EU, den USA und gar Russland abgesegnet wurde, weil ja ein Putsch „demokratisches Recht“ gefährde.

Strategie und Taktik, da gerade die Türkei im Fokus einer besonderen Stellung, ein Puffer zwischen IS, NATO-Stützpunkt, Mitstreiter und Feind, welch Dialektik im Syrienkrieg. Erdogan, der selbstgefällig umworbene „türkische Pascha“ im Bade weltweiter Aufmerksamkeit, obwohl etliche Stimmen im eigenen Lande längst verstummen, ganz zu schweigen von den Verbrechen am kurdischen Volk?

Gott richtet nicht die Menschen, das bewirken sie tagtäglich schon selbst. Indem Kriege anhalten, die endlose Gier immer neue Varianten der Bereicherung ersinnt, dabei Ethik, Moral und Humanismus ohnehin auf der Strecke bleiben, es zählt einzig und allein das Ego dieser Kriegstreiber, aber auch jener, die Haß schüren, die Masse hat sich leidvoll zu fügen.

Krieg bedeutet immer Zerstörung, eine Kapitulation des Humanismus. Solange Menschen nicht begreifen, daß sie selbst entscheidend mitbeteiligt sind an Entwicklungen, die zu Kriegen führen, ändern sich derartige Szenarien nicht.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Stell dir vor, es ist Frieden und viele greifen zu den Waffen

  1. PachT schreibt:

    Immer öfter Vorsatz

    Es bedeutet für einen politischen AUFTRITT
    kaum MÜHE, mit leichter ZUNGE anderen
    seine LEBENSMAXIME, – Sympathie erhoffend -,
    zu offerieren, und
    dann hinterrücks und auf leisen Sohlen
    dennoch GEGENSÄTZLICHES
    zu tun, denn
    den anderen mangelt es schon lange
    an AUFMERKSAMKEIT !

    © PachT 2016
    185. (492.) Politische Tagebuchnotiz
    Gedanke über Auftritte der Polit-Prominenz

    Gefällt 1 Person

  2. NWO-Troll schreibt:

    stell dir vor es kommt Krieg und die Masse weiß, wer die Kriegstreiber sind.

    Gefällt 1 Person

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