Lügenpresse vs. Internetportale


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flickr.com/ Franz Ferdinand Photography/ (CC BY-NC 2.0)

TTT – Täuschen, Tricksen und Tarnen

Immer wieder fühlen sich Mahner aufgerufen, gegen die „Lügenpresse“ zu poltern. Das mag in einigen Fällen auch stimmig sein und ist im Diskurs zu einer Wahrheitsfindung nicht unbedingt ungerechtfertigt. Allerdings scheinen einige der Mahner für ihr eigenes Portal und ihre Meinungsansichten sich ebenso mit Lügen, oftmals verbunden mit hetzerischen Äußerungen, ihre Stammleserschaft oder zu gewinnende Leserschaft zu überfluten.

Jeder weiß, wie einfach es ist, Photos zu retuschieren, Photos für andere Zwecke zu mißbrauchen, als zu den tatsächlichen Geschehnissen, Artikel umzuformulieren, ganze Schriftsätze zu kopieren und sie geschickt in eigenen Artikeln einzubringen. Es ist für einige anscheinend zu einer Selbstverständlichkeit geworden, für ihre Portale, Leserstimmen zu kaufen, um damit nach außen den Anschein zu geben, eine große Leseranzahl würde den Artikeln folgen.

Das hat mit fairer Berichterstattung und Meinungsäußerung überhaupt nichts mehr gemein, es zielt einzig und allein darauf hin, Menschen zu täuschen, in dem Wissen, nicht jeder nimmt oder hat die Zeit, sich auch auf anderen Internetseiten oder Portalen zu informieren. Schließlich ist es nicht unbedingt der Sinn bei einer Meinungswiedergabe, ständig auf etliche andere Stellen quer zu recherchieren, um einigermaßen den wirklichen Wahrheitsgehalt hinter einem Artikel zu ersehen. Irgendwie sollte man sich schon auf die Inhalte, die verbreitet werden, verlassen können, ansonsten wäre die gesamte Publizierung von Meinungen, Ansichten und generell die Arbeit von jedem Journalisten von vorneherein für den nächststehenden Papierkorb geschrieben.

Wer sich die Medienlandschaft genauer betrachtet, kann dies ohne weiteres klar erkennen, natürlich gibt es immer die Ausnahme der Regel, wer hinter welcher Zeitung, Zeitschrift das Sagen hat, beziehungsweise um es salopp zu äußern, an welchen Tropf die einzelnen Journalisten und die Medienmacher hängen.

Das ist übrigens in fast allen Sparten so, bedenklich wird es aber erst richtig, wenn die Medienlandschaft durch ein Monopol vertreten ist, daß heißt, wenn die Presse in nur einer Hand, beziehungsweise durch ein oder zwei Interessengruppen vertreten wird. Und natürlich ist es bedenklich, wenn gewisse Pressevertreter aus dem Ausland gezielt durch geschürte „Hetzartikel“ ihr Unwesen treiben. Bitte nicht zu verwechseln mit Journalisten, die aus Angst um ihr Leben, aus dem Ausland weiterhin auf Fehlverhalten in ihrem angestammten Land berichten.

Eine vielschichtige Medienlandschaft ist selbstverständlich ein gutes Zeichen für ausgewogene Berichterstattung, es wird immer wieder einzelne schwarze Schafe geben, daß ist aber das Problem aller Branchen, sei es bei Rechtsanwaltskanzleien, Handwerksbetrieben, Lebensmittelhändlern, um dies zu verhindern, müßte die Menschheit generell eine andere sein.

Wie kann man sich als Leser vor gezielten Falschinformationen schützen? Nun, zu allererst durch den eigenen Menschenverstand, durch aufmerksames Lesen der Artikel, denn auch zwischen den Zeilen können wichtige Informationen herausgelesen werden, durch Feststellung einer einseitigen Stellungnahme, durch eindeutige Diskriminierungen bestimmter Personengruppen, hierdurch kann schon im Vorfeld ausgesiebt werden zwischen Berichterstattung, Meinungsmache und Hetze.

Desweiteren kann durch das Impressum eingesehen werden, zu welchem Konzern das Portal gehört oder den Namen des Betreibers und dessen Wohnsitz. Hier allerdings gibt es etliche, deren Namen nur dem Anschein nach für die Inhalte verantwortlich, und gibt es Namen, die allem Anschein nach ein Pseudonym sind. Abraten kann man von Internetseiten, auf denen kein Impressum klar zu ersehen ist. Und daß, einfach mal schlicht ausgedrückt, es natürlich möglich ist, sich Leserzahlen zu kaufen, sollte jedem längst bekannt sein.

Ansonsten bleibt noch der Blick auf Rankingfirmen, die den Status jedes Portals im Internet auflisten, zum Beispiel:

http://www.alexa.com/siteinfo/querdenkende.com

http://querdenkende.com.w3snoop.com/

Anhand der Klickzahlen und Verweildauer bezogen auf die einzelnen Internetseiten kann man ohne weiteres seine Schlüsse auf einzelne, der Wahrheit dienenden Portalen einsehen. Natürlich kann man sich einen Eindruck von all den andern Internetseiten bilden, und wenn es Sie interessiert, google.com steht bei Alexa an erster Stelle, hoffentlich wurde Ihnen jetzt dadurch nicht der Spaß am Recherchieren genommen.

querdenkende.com erwartet den 150.000 Leseraufruf und ist stolz auf die bisherig erbrachte Leistung ohne Mogeln, Hetze, sondern stets bemüht, sachlich, ausgeglichen, anmahnend, schmunzelnd Ihnen einen kleinen Ausschnitt auf das tägliche Weltgeschehen anhand von 35 Kategorien aufzuzeigen und Ihnen mit Kurzgeschichten, Gedichten den Alltag ein bißchen kurzweiliger zu gestalten.

Doris Mock-Kamm

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Eine Antwort zu Lügenpresse vs. Internetportale

  1. Arno von Rosen schreibt:

    Ich werde bereits unruhig, wenn TV-Formate bestimmte Themen fast unverändert wiedergeben, denn dann hat meist einer vom anderen abgeschrieben und selber keine Quelle geprüft. Selbst seriöse Quellen, die nicht einseitig recherchieren, fallen schon mal auf falsche Informationen rein, weil diese manipuliert wurden, so wie gerne in der Ukrainekrise, beim Abschuss der Passagiermaschine usw. Ich verlasse mich seit Jahren nicht mehr auf eine einzelne Quelle, egal wie gut diese sonst ist. Jeder erinnert sich bestimmt noch an das Bild der Staatschefs kurz nach Charly Hebdo, wo alle in der Menge badeten, aber in Wirklichkeit eine kleine traurige Ansammlung von Regierigen, deren Personenschützern und einem gut geschnittenen Bild und Film als Theatervorlage für alle Medien dienten, bis private Aufnahmen dieser Demo auftauchten.

    Gefällt 1 Person

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