Vom Tanz zur Jagd ums goldene Kalb


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Satirischer Rückblick…

So viele Tränen wurden schon vergossen, Pulver verschossen, des Friedens willen manch einer im Stillen verzichtet. Und doch wird brutalst gerichtet, holt man sich nicht nur harmlose Schrammen, beim gemeinsamen Ziel eines „Wir zusammen“. Dann läßt man lieber Haß entflammen, der stets arglistige Wege sucht – oh, wie verrucht.

Während die Gesellschaft dem Trugschluß ewiger Jugend verfällt, wird simpelst manch Mär erzählt, das Altern verhöhnt, anstatt im Anschluß sich versöhnt. Kein Wunder, daß die Werbeindustrie so erfolgreich völlig ungeniert agiert. Auch sie hat es nicht kapiert, denn du bleibst ein Ich, selbst wenn die Lüge noch so widerlich. Am Ende muß es für sein Handeln geradestehen, da hülft kein Betteln oder Flehen.

Hereinspaziert ins reale Geschehen. Wenn der Sommer ins Wasser fällt, man sich fragt, was hierbei wohl zählt: die Erkenntnis vom Wettertrend und Prognosen? Mensch, mach dir nicht in die Hosen, klatsch lieber in die Händ‘, bevor das blühende Leben davonrennt, ins Gesicht weht der Wind, sei besser ein fröhliches Menschenkind.

Bedenke dabei, rechtes Geschmeiß steht längst in den Startlöchern, Pfeil und Bogen in den Köchern, ohne Scheiß. Und eins, zwei, drei wiederholt sich die Geschicht. Betrachtet bei Licht, möchte man schier platzen vor Wut, daß erneut emporkommt diese üble Brut. Oh, welch Schand, jene dermaßen süffisant und arrogant etwas von Ehre, Vaterland, Loyalität und Stolz beteuert. Merkt ihr’s nicht, seid so bescheuert, was da auf euch zukriecht?

Und wenn die Staatsmacht sich doch durchsetzt, zusammen mit der Technik den Humanismus nonstop verletzt? Mensch in die Ecke gedrängt? Wer hat sie in jene Sackgasse gelenkt? Nachts im Schaufenster kannst du sie wispern hören, jene Stimmen niemand stören, weil sie ganz leise sich unterhalten, während Gesellschaften sich spalten, Moral und Ethik längst verhallten.

Chancengleichheit nur Lippenbekenntnisse der Ellenbogengesellschaft, in Wirklichkeit gehört sie letztlich abgeschafft. Doch niemand sich aufrafft, den Schritt zu vollziehen. Man kann durchaus jedem Konsumrausch entfliehen. Menschheit erneut am Scheideweg steht, seht nur, wohin sie geht. Anstatt gewonnene Erkenntnisse umzusetzen, fährt sie fort, sich gegenseitig zu verletzen. Da wird bereits ein ganzer Staat gemobbt, nicht nur Unmengen an Geld verzockt, sondern perfide gelockt. Hauptsache initiierte Macht verbreiten – keine guten Zeiten erneut uns entgegengleiten.

Lotar Martin Kamm

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