Menschheit am Scheideweg lebensnotwendiger Maßnahmen


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Humanismus im Gefängnis eigener Verfehlungen

Einfach mal durchatmen, aufgestauten Frust bestenfalls ignorieren, sich fallenlassen in der Gewißheit, daß Entspannung nicht nur gesundheitlich förderlich, sondern der unruhige Geist neue Kräfte sammelt, um sich vor den Herausforderungen des Alltags zu wappnen. Welch schöne Vorstellung, die jedem angeraten, sie anzuwenden.

Wir benötigen den Abstand, die Gelassenheit und Ruhe, alldieweil nicht nur im Arbeitsleben genügend Herausforderungen uns beschäftigen bis hin zu Widrigkeiten, sondern darüber hinaus die Flut der Nachrichten, die direkt uns betreffenden Probleme, sei es in der Familie selbst, im Freundes- oder Bekanntenkreis. Mensch reagiert eben jeder auf seine Weise.

Obwohl wir tagtäglich versuchen, unser Leben in den Griff zu bekommen, offenbaren sich genauso die Momente bestimmter Erkenntnisse, denen zumeist ein Zusammenbruch vorausgeht. Jahrzehntelang können wir durchaus funktionieren in einer trügerisch heilen Welt, bis ein bestimmtes Schlüsselerlebnis diese ins Wanken bringt, ausgelöst durch ganz unterschiedliche Ereignisse, der Tod eines Freundes, sehr hohe plötzliche Schulden, der unvorhergesehene Arbeitsplatzverlust, der Lebenspartner sich trennt.

Spannungen in der Familie belasten die Gesellschaft

Wenn Menschen zusammenleben, wird es immer Streitereien geben, das läßt sich keineswegs vermeiden, da wir alle Individuen sind und daher nicht in allem einer Meinung sein können. Doch die Kommunikation dient uns dazu, in den verbalen Auseinandersetzungen über gegenseitige Kompromißbereitschaft die Konflikte zu beheben und so auch zu schlichten. So weit so gut. In dem Augenblick, wo das Gespräch ein Ende findet und Gewalt einsetzt, auch ein Anschreien muß als der Beginn von Gewalt bezeichnet werden, wird der „Kriegsschauplatz“ eröffnet.

Wir können in Familien durchaus damit umgehen, wenn wir schnellstmöglich erst gar nicht eine Fortsetzung dieser einmal entstandenen Gewalt zulassen und uns darüber hinaus professionelle Hilfe holen. Klingt sehr einsichtig, in der Praxis schaut es jedoch leider anders aus. Familien zerbrechen an Gewaltexzessen, die generell insgesamt in der Gesellschaft zugenommen haben. Hierbei spielen äußere Umstände wie Massenarbeitslosigkeit, eine generelle Verrohung in der Gesellschaft, aber auch die Medien sowie zunehmende Armut eine große Rolle, um den Gewaltformen in und außerhalb der Familien eine neue Dimension der Zunahme zu begünstigen.

Haben oder Sein – Fehlentwicklung überdeutlich

Erich Fromm ließ es sich keineswegs nehmen, in seinem wichtigsten immer noch hochaktuellen Buch, „Haben oder Sein„, wo er unmißverständlich die westlich orientierte Industriegesellschaft an den Pranger stellt, die Auswüchse eines nimmersatten Kapitalismus im stetigen Konsumrausch zu bemängeln, wobei das eigentlich Wahrhaftige viel zu kurz kommt: das Sein.

Der Mensch im Strudel einer immer oberflächlicher werdenden Gesellschaft, selbstverloren und orientierungslos zwischen den Fronten verweilend. Kein Wunder, daß Drogenkonsum, Gewaltszenarien neben sozialer Verelendung weiterhin zunehmen, sich Parallelwelten ganz besonders in bestimmten Großstadtmetropolen bilden, die Gesellschaft selbst ins Ungleichgewicht gerät, was zwischenmenschliches Zusammenleben anbelangt.

Rückbesinnung hin zu einer Welt tatsächlicher Gerechtigkeit

Hand aufs Herz, schauen Sie sich um, kann man angesichts weltweiter Kriege, Zerstörung der Umwelt mittels Industrialisierung, einer unübersehbaren Kluft zwischen Armut und Reichtum noch von einer gerechten Welt sprechen, in der Menschen im Einklang mit sich selbst und der Natur zusammenleben? Mitnichten.

Solange jene Entwicklung anhält, sind sämtliche Menschen und deren Folgegenerationen dazu aufgefordert, sie zu stoppen, bevor es zu spät ist. In sofern sich zurück besinnen, was das generelle Dasein von uns allen abverlangt. Worauf warten wir noch?

Lotar Martin Kamm

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