Wetter: Wenn der Sommer ins Wasser fällt


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Viel Nässe und zu kühl – nichts außergewöhnliches, oder doch?

Kaum ein Wort läßt Augen heftiger rollen, Unmut freien Lauf wie das Wort Wetter, das an fast allem schuld zu sein scheint. Ob bei einer Fußball-EM in Frankreich, auf der Fahrbahn, bei Partys oder Großveranstaltungen, spielt das Wetter verrückt, hat man schnell den Schuldigen ausgemacht.

Wenn der Sommer ins Wasser fällt, und bisherig hält der regenreiche Trend in weiten Teilen Deutschlands an, sinkt die Laune bei vielen, gerade in der einsetzenden Urlaubszeit daher der Weg zum Flughafen gen trocken-warmen Süden umso sehnsüchtiger stattfindet. Jene anhaltende Nässe begleitet mit eher kühlen Temperaturen nichts außergewöhnliches, oder doch?

Rückblicke extremer Wetterverhältnisse im Herzen Europas

Frost im Juli in Europa? Keine Sorge, danach schaut es trotz des bisherigen Verlaufs des derzeitigen Sommers nicht aus. Aber bekanntlich spielen heftige Vulkansausbrüche eine nicht unwesentliche Rolle aufs Wettergeschehen, so auch der Ausbruch des Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa im Jahr 1815. Ein Jahr später, also genau vor 200 Jahren beherrschte das „Jahr ohne Sommer“ weite Teile der nördlichen Halbkugel, somit ebenso Europa, es gab Frost im Juli, extreme Mißernten, die Menschen wanderten vermehrt aus.

Auf der anderen Seite die gegenteilig lange Liste der sogenannten Jahrhundertsommer. Neun Jahre zuvor gab es in Deutschland gleichauf wie im Jahre 2003 den heißesten August seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnung (1761). Zwei Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg beherrschte der sogenannte „Steppensommer“ Deutschland. Wer erinnert sich noch an die große Dürre in Europa im Sommer 1976, als die Wiesen ockerfarben bis braun das Landschaftsbild prägten? Im neuen Jahrtausend bzw. Jahrhundert folgten gleich vier Sommer mit extremen Hitzewellen: 2003, 2006, 2010 und der vom letzten Jahr. Ersterer war der längste bisher stattgefundene Sommer, der obendrein sämtliche Höchsttemperaturrekorde brach.

Prognosen und Wettertrend verheißen nichts gutes – Siebenschläfer keine Mär?

Werfen Sie einen Blick zum Wettergeschehen des 27. Juni, dem Siebenschläfertag. Die alte Bauernregel, eine aufgrund etlicher Jahre zurückliegenden Beobachtung zum Wettergeschehen der weiteren sieben Wochen mag man als Mär abtun, in Wirklichkeit haben sich aber dessen Prognosen in der Regel bestätigt.

Dürfen wir demnach auch in diesem Jahr eher mit einem naßkalten Sommer rechnen, selbst wenn er zaghaft hervorblinzeln soll? Vergessen wir dabei nicht, meteorologisch befinden wir uns längst im zweiten Drittel an diesem heutigen Tag, den die USA als ihren 240. Nationalfeiertag feiern. Länger anhaltendes Hochdruckwetter kündigt sich zunächst mal nicht an. Sehnsuchtsvoller Blick gen August, obwohl schon der Hochsommer mit solch kühl-naßem Wetter seinen Zenit erreicht hat, der ja bekanntlich von Mitte Juni bis Ende Juli dauert? Dann mögen es vielleicht die Hundstage (vom 23. Juli bis 23. August) richten, die in der Regel als die heißeren Sommertage gelten.

Lotar Martin Kamm

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