Werbung: DFB glänzt per Doppelmoral zur Fußball-EM


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flickr.com/ quapan/ (CC BY 2.0)

Die guten ins Kröpfchen, die schlechten ins Töpfchen

Ein jeder weiß, was Idole gerade bei Kindern und Jugendlichen auslösen können. Umso unverständlicher die gezielte Werbung für Coca-Cola-Drinks, die schon länger in den Medien, allen voran im Fernsehen eine starke Präsenz hat.

Der DFB glänzt per Doppelmoral zur aktuellen Fußball-EM, die Nationalspieler gönnen sich zurecht eine ausgewogen gesunde Ernährung, während die Nummer Neun, den Mittelfeldspieler und Stürmer Andreas Schürrle, ein EM-Werbeplakat von Coca-Cola ziert. Es gebe „keine Cola und Chips“ für die Mannschaft, wie foodwatch ihn zitiert. Ein Widerspruch in sich, es sollte Schluß sein mit Kindermarketing für ungesunde Lebensmittel.

Zuckerersatz in Cola keineswegs ungefährlicher

Da stehen sich Manuel Neuer zweimal gegenüber, der mit der zucker-süßen Coca-Cola in den langen Torwartfingern und jener mit der Cola-zero, duellartiger Austausch der Getränke findet in Wildwest-Manier statt, reflexartiges Zupacken die Torwartqualitäten unterstreichend, den süßen Ersatz bewerbend.

Dabei sollte niemand den Süßstoff Aspartam unterschätzen, der erst recht der Gesundheit schadet, den Coca-Cola in ihren zuckerfreien Produkten beimischt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mag zwar vor fünf Jahren laut einer Studie den synthetischen Süßstoff für unbedenklich erklärt haben, dennoch kann Aspartam Angstzustände, Arthrose, Durchblutungsstörungen, Gewichtszunahme, Haarausfall, Migräne, Tinnitus etc. verursachen.

Trotz Warnungen hält die verantwortliche Politik still?

Eigentlich bedarf es nicht unbedingt einer WHO, die uns bescheinigen mag, in wie weit schlechte Ernährung bei der Jugend vorangeschritten, sie sogar das Rauchen und Trinken ablöst. Zusammen mit der Lebensmittelindustrie findet die Werbeindustrie genügend Spielfelder, um ihre Produkte an ahnungslose Konsumenten zu bringen. Denken wir beispielsweise an Energy-Drinks und deren völlig unterschätztes Risiko.

Stets wird den Verbrauchern suggeriert, wie wichtig doch Solidarität greift, Gruppendynamik vermag sehr erfolgreich selbst gesundheitsschädliche Produkte anpreisen, wer möchte schon als Außenseiter oder gar titulierte Spaßbremse dastehen.

Sicherlich darf und sollte man die verantwortliche Politik anprangern, wenn sie einen derartigen Werbeansturm zuläßt, Gesundheitsrisiken mittels manipulierter Studien und Gutachten verharmlost werden, trotzdem ist gleichwohl die Gesellschaft selbst gefragt, sich entsprechend zu informieren, nicht jedes Produkt bedenkenlos ihren Kindern und Jugendlichen zuzumuten.

Lotar Martin Kamm

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