Fußball-EM 2016: Stellvertreterkrieg simpler Hooligans


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flickr.com/ marcovdz/ (CC BY-NC-ND 2.0)

Frankreich am Rande eines Kollapses?

Allein die Überschrift impliziert genügend Zündstoff, der so gar nicht in eine übersichtliche Schublade Platz finden kann, somit eine akribische Analyse viel eher Anwendung finden möge, anstatt dermaßen vorschnell Urteile zu fällen.

Selbstverständlich dürfen Gewaltausbrüche nicht gleich leichtfertig verharmlost werden, wie wir auch hier nachlesen können, in der Titulierung des Artikels eben nicht nur ein Schuldiger verbleibt nach jener blutigen Nacht in Marseille. Gleichwohl die Überlegung und Herleitung zur zurückliegenden „Schande von Marseille“ vor knapp 18 Jahren durchaus berechtigte Zweifel aufkommen läßt, ob da nicht ein gewisses Wutpotential mitschwingt.

Da kam wohl zuviel zusammen. Bedenkt man obendrein die angespannte Lage in Frankreich selbst, weil immer mehr Menschen in der Bevölkerung die harten zu erwartenden sozialen Einschnitte keineswegs mehr bereit sind hinzunehmen, heftige Proteste gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform in Ausschreitungen mündeten.

Wer hierbei zum Fazit gelangt, es kehre schon bald Ruhe ein, eventuell eine Verschnaufpause angesichts der Fußball-EM, der könnte schnell eines Besseren belehrt werden. Zwar beendete die französische Mannschaft gerade noch siegreich das gestrige Auftaktmatch mit 2:1, die Probleme im Lande lösen sich jedoch nicht von selbst, auch lauert obendrein die Terrorgefahr.

„Bienheureux ceux qui croient à l’amour plus qu’à la haine. Glücklich diejenigen,
die mehr an die Liebe als an den Haß glauben.“

Lotar Martin Kamm

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