Der sechste Sinn alles andere als nur Humbug


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Unbewußt seherische Fähigkeiten im Alltagsgeschehen?

Auch Ihnen schon mal passiert? Sie überlegten kurz vor der Heimfahrt auf ihrer gewohnten Fahrstrecke, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen, um noch kurz bei einem alten Freund vorbeizusehen, später erfuhren Sie, daß es einen schweren Unfall ungefähr zu diesem Zeitpunkt auf diesem Straßenabschnitt gab, mit mehreren Verletzten. Sie wollten eigentlich ihre Wäsche aufhängen, entscheiden aber kurz ins Kinderzimmer zu schauen, ob ihr Kind mit den Hausaufgaben vorankommt, da können sie ihr Kind gerade noch vor dem Ersticken retten, weil ein Bonbon im Hals stecken blieb.

So oder ähnlich schildern Menschen Situationen, die sie dem sechsten Sinn zuschreiben. Eine Begebenheit, die durch plötzliche Eingebung verursacht etwas Schlimmes verhinderte und in der Regel keine logische Erklärung bietet, was diese Eingebung ausgelöst haben könnte.

Uns Menschen werden fünf Sinne zugeordnet, das Sehen, das Hören, das Riechen, das Schmecken und das Fühlen. Es gibt allerdings nach neuesten Entwicklungen noch andere Sinne, die auf unseren Körper einwirken. Der Temperatursinn, Schmerzempfindung, Gleichgewichtssinn, Tiefensensibilität, die vor allen Dingen in dem Bereich der Physiologie ihren berechtigten Platz gefunden haben. Weitere Sinneswahrnehmungen finden derzeit Einzug in den Wissensstand zum besseren Verständnis unseres Körpers.

Sinn, aus dem Altfriesischen sin, wahrscheinlich übernommen vom Altnordischen sinn, sinni, findet sich auch im Keltischen séntos, hatte als ursprüngliche Bedeutung gehen, senden, bewegen. Erst viel später wurde das Wort für den Begriff des Fühlens, Empfindens benutzt. Im germanischen Wort sinnan, kümmern, achten, kann durch den Ausspruch: in diesem Sinne, die nahe Verwandtschaft erkannt werden.

Was nun aber den sechsten Sinn betrifft, der Sinn, der gerne als telepathische Fähigkeit, Hellsehen beschrieben wird und bei einigen Menschen öfters anzutreffen ist als bei andern, so gibt es laut Wissenschaftlern von der Washington Universität in St.Louis auch hierfür eine Erklärung:

„konnten mittels Magnetresonanztomographie nachweisen, dass eine bestimmte Hirnregion, der anteriore cinguläre Cortex (ACC), ein Frühwarnsystem darstellt, das bei drohender Gefahr einer Fehlentscheidung aktiv wird. Offensichtlich empfängt diese im Frontallappen liegende Hirnregion Umgebungssignale, die dann unverzüglich auf potentielle Gefahren hin analysiert werden. Sollte eine Situation als „gefährlich“ interpretiert werden, schlägt es sofort Alarm, so dass das Individuum die Möglichkeit hat, eine Änderung seines momentanen Verhaltens einzuleiten. Menschen, die auf diese Weise rechtzeitig einer Gefahrensituation entronnen sind, führen dies dann gerne auf ihren „6. Sinn“ zurück.“ (Wikipedia)

Erstaunlich in diesem Zusammenhang ist allerdings die Tatsache, daß Menschen lange bevor eine potentielle Gefahr zu ersehen war, die Fähigkeit besitzen, „gewarnt“ zu werden und dadurch die Möglichkeit bekamen, ihr Vorhaben zu überdenken.

Bleiben wir bei Sinnen (Fühlen) und bei Sinnen (Verstand) kann uns also weniger passieren, obwohl diese gut gemeinte Absicht sicher nicht zu allen Zeiten wirklich greift. Es gibt zwischen Himmel und Hölle noch so manches Trittbrettchen, daß uns zum Stolpern bringen kann.

Die Sendung der 7. Sinn, die von 1966 bis 2005 über den Bildschirm flimmerte und uns zahlreiche Hinweise auf das Vermeiden von Unfällen im Straßenverkehr hingewiesen hat, ist eventuell nicht bei allen vergessen. Vielleicht kann das kleine Video uns erneut einen Blick auf Unfallgefahren und deren Vermeidung schärfen oder aber uns den Sinn für Humor, im Rückblick zu einer vergangenen Zeit, der bei all den Sinnen nicht vergessen werden sollte, zum Ausbruch bringen. Zumal wir jetzt wissen, daß sinnen ursprünglich bewegen, gehen, senden bedeutet hat und die Gesichts- und Bauchmuskeln sich auch erfreuen, daß sich ihrer wieder besonnen wird.

Doris Mock-Kamm

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Eine Antwort zu Der sechste Sinn alles andere als nur Humbug

  1. Arno von Rosen schreibt:

    So abwegig ist das Ganze auch nicht, denn Forschungen haben bestätigt, dass Ameisenvölker bereits 24 Stunden vor einem Erdbeben 100% zuverlässig Alarm geben. Der Mensch ist eben nur nicht mehr so nahe an der Natur, um all seine Sinne nutzen zu müssen/können.

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