Menschheit am Fuße eines Vulkans namens Exitium


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Die mit dem Tode tanzen, ohne das Leben zu respektieren

Sage mir, was du tust, und ich weiß, wer du bist. An den Taten sollen wir sie messen, die Menschen. Tiere und Pflanzen praktizieren dies immerfort ohne jedwedes Zögern, instinktiv und reflexartig, vor allem um das eigene Leben nicht nur zu schützen, sondern obendrein im Kollektiv aus Respekt der Natur gegenüber.

Homo sapiens verinnerlichte jenes Verhalten während seiner Entwicklung zum selbsterklärten Wesen auf Erden. Wobei allerdings längst im Dunkeln verweilt, ob er tatsächlich ausschließlich, abgekoppelt vom Rest des Kosmos, sich nur hier auf Mutter Erde zu dem Wesen entwickelte, was er meint zu sein. Belassen wir es dabei, weil dies zu weit führen könnte, den Bereich des Spekulativen betritt.

Anstatt seine direkte Umgebung, folglich die Natur, stets zu berücksichtigen, setzte er alles daran, sich von ihr eigentlich zu entfernen. Ob nun von den Bäumen herabgestiegen, wie Erich Kästner mal so wunderbar in einem Gedicht spöttisch bemerkte, oder einfach sich einen Ersatz schuf, um diesen als Zivilisation zu definieren. Mit jener Distanzierung mittels Hausbau, infrastruktureller Maßnahmen wie Straßen-, Eisenbahn- und Flugzeugbau, der gesamten Industrialisierung erlangte Mensch zu den Möglichkeiten breitgefächerter, globaler Ausbeutung in jeder Hinsicht.

Sei es Ressourcenverschwendung, einem frapanten Luxus per Überreichtum auf der einen Seite, Armut, Zerstörung und Kriege auf der anderen als dessen Folgen. Denn mit dem Verlassen ursprünglicher Heimat als Naturmensch hin zum sogenannten Zivilisten kehrte Raffgier, Neid und Maßlosigkeit ein, machte der Neuzeitmensch sich nicht nur die Erde untertan, sondern belauerte die eigene Spezies, nahm Zerstörung der Natur in Kauf.

Expansion bis hin zur Belastungsgrenze des Unerträglichen, zwangsläufig zur Apokalypse führen muß? Die über die Jahrhunderte einprägsamen Vorhersehungen mancher Propheten ein Abbild einer ausgemachten Realität, die sich aus dem gewissenlosen Tatendrang krimineller Energie ableiten läßt? Weil sie stets am Fuße eines Vulkans namens Exitius verweilt? Die Metapher von dieser Zerstörung sollte ein Mahnmal sein, in wie weit Homo sapiens noch seiner Namensgebung gerecht werden kann: Eine Spezies, die mit dem Tode tanzt, ohne das Leben zu respektieren.

Dem Untergang geweiht, diese Erde dabei vernichtend. Aber die Natur hat stets Antworten parat, weil sie keineswegs zufällig in den Weiten des Kosmos Platz fand auf diesem blauen Planeten. Schöpfung sehnt sich nach Entwicklung zum Guten, lebensbejahend, in einem gigantischen Kreislauf, einem Miteinander ohne Gesetzbuch.

Was ist das für eine Welt, die Mensch sich erschafft? Hunger und Elend, Krieg und Zerstörung, statt im Einklang mit sich selbst und der Natur friedlich zusammen zu leben.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu Menschheit am Fuße eines Vulkans namens Exitium

  1. Habnix schreibt:

    Zivilisation ist kultivierte Barbarei.

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  2. es macht mich trauig, doch ich erkenne auch die Wahrheit dahinter

    Gefällt 1 Person

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