US-Wahl: Waffenlobby bestimmt nächsten Präsidenten


flickr.com/ brunosuras/ (CC BY-NC-ND 2.0)

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The Donald’s loser Colt verdrängt Hillarys Verschärfung der Gesetze

Wobei sich zugleich die berechtigte Überlegung einfindet, ob nicht ohnehin die Waffenlobby ihre massiven Einflüsse bei den vorherigen US-Präsidenten durchsetzte. Während einer nicht so ganz ins Bild patriotischer Vasallentreue paßte, den dann im bekannten Attentat gleich gezielte Kugeln tödlich trafen, entsprachen die meisten exakt den gewünschten Vorgaben dieser Lobby.

Im US-Wahlkampf positionierte sich Donald Trump von Beginn an für eine Ausweitung des Waffentragens, rechtfertigt dies gar mit der Behauptung, Amoktäter würden sich Orte aussuchen, wo ein Waffenverbot bzw. das Nicht-Mitführen greife. The Donald’s loser Colt in Erinnerung an eine Wild-West-Manier eher willkommen, Hillarys Verschärfung der Gesetze ein Stolperstein ins Weiße Haus? Maybe.

Das simple Strickmuster US-amerikanischer Politik

Sichtbar geprägt vom Expansionscharakter eines Volkes, welches vor historisch nicht allzu langer Zeit einst auszog, um die Neue Welt zu erobern, nach dem Zweiten Weltkrieg darauf fokussiert, nach der Weltherrschaft zu greifen. Und das mit mittelmäßigen Erfolg trotz der über tausend Militär-Basen, etlichen Kriegen und der Währung des US-Dollars, wirtschaftsbestimmend in den meisten Industrienationen.

The Donald vs. Hillary offenbart nicht nur den worst case, sondern darüber hinaus wie mies es um die Politik des Hegemons bestellt ist. Gerade deshalb mag man dieser Nation eine dermaßen aggressive Außenpolitik unterstellen, die gar nicht vor den Szenarien eines Atomkrieges zurückschreckt, wenn auch nur wenige dies öffentlich bekundeten. Wer zugleich erneut einen Kalten Krieg entflammen läßt, die Europäer in den Sog dieser Rüstungsspirale für seine Zwecke mißbraucht, verdeutlicht das simple Strickmuster, welches nur eines will: Krieg, um die eigene Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Viel Show trifft auf gestandene Politik – unerwartetes auf gewohntes

Gegensätzlicher können die beiden Kandidaten, die wohl nach den Vorwahlen übrigbleiben, kaum sein. Der Mann der lauten Töne und die Frau altbekannter Standpunkte. Trump, oftmals zurecht als Hobbypolitiker verpönt, verhöhnt Minderheiten, läßt weder Kritik zu, noch hat er wirkliche Konzepte, lautes Gezeter in seinen Polit-Shows will potentielle Wähler beeindrucken.

Clinton hingegen hat ihre Statements oft genug, schon weit vor ihrer Kandidatur verkündet, setzt mehr auf Konfrontation gen Russland, möchte vor allem innenpolitisch Obamas Kurs fortsetzen, hat allerdings noch Bernie Sanders im Nacken, der sich längst nicht geschlagen gibt.

Insofern wissen die Wähler bei Hillary Clinton, worauf sie sich einlassen. Donald Trump ist daher kaum einschätzbar, da er über keine politische Erfahrung verfügt, was heute gilt, kann morgen revidiert werden.

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu US-Wahl: Waffenlobby bestimmt nächsten Präsidenten

  1. denisfeuerstein schreibt:

    Es braucht niemand glauben, dass die Politik nicht von der WIrtschaft diktiert werden würde.

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