Haste mal Feuer


pixabay.com

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Sie lief nach Hause,
Angst im Gesicht.
Schweißgebadet
hechtete sie durchs Dickicht.

Sie kannte die Abkürzung,
ihr Hund lief hinter ihr her,
er war zu klein,
sie beide keuchten schwer.

Dabei hatte doch einmal
das Glück sich ihrer besonnen.
Im Preisausschreiben
hatte sie den Hauptpreis gewonnen.

Zwei Wochen Wellnessurlaub,
Luxushotel, Blick auf die Alpen,
den Basti kann sie mitnehmen.
Gab es da noch ein Halten?

Morgens ein kurzes Frühstück,
mit Taxi gemütlich wie besprochen
zum Bahnhof gefahren,
noch Zeit bis die Zugtüren schlossen.

Da kommt dieser junge Mann
auf sie zu: „Haste mal Feuer?“
Sie kramt in ihrer Tasche,
schreit plötzlich: „Bin ich bescheuert!“

Hinter ihr rennt der junge Mann,
ihre Handtasche in der Hand.
Sie kramt den Schlüssel hervor,
die Tür schlägt gegen die Wand.

Im Flur alles ruhig,
aus der Küche kein Qualm,
sie starrt auf den Küchentisch,
da fällt es ihr wieder ein.

Sie wollte Wasser aufsetzen,
um noch einen Kaffee zu trinken,
entschied dann aber, Basti
nochmal in den Garten zu schicken.

Der Gasherd blieb also aus,
neben ihr der junge Mann,
außer Atem: „Noch nie bin ich für
einen Zug an der Zigarette so gerannt!“

Nafia

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