Politische Machtwechsel oftmals nur Makulatur


flickr.com/ Anna L. Schiller/ (CC BY 2.0)

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Des Volkes Wille Spielball manipulativer Meinungsmache

Sie brüllen fordernd das Mitbestimmungsrecht des Volkes, es möge wesentlich mehr in Volksentscheiden an politisch notwendigen Entscheidungen direkt teilhaben dürfen, oftmals dabei die Schweizer Politik als Paradebeispiel zitierend. Daran kann man nicht unbedingt etwas aussetzen in Hinblick auf manch fragwürdig, volksentferntem Verhalten mancher Politiker, die ihren Wählerauftrag mißachten.

Dennoch steht die Vermutung im Raum, an der sich die entscheidende Frage anknüpft: Des Volkes Wille Spielball manipulativer Meinungsmache? Gelenkt von den Systemmedien, was mit dieser Behauptung einer Ausschließlichkeitsvermutung gleichkommt? Dabei gerät der Verdacht ins Visier einer gewissen Vorahnung, die ohnehin anhand etlicher historischer Bespiele praktiziert wird, so daß politische Machtwechsel im Endeffekt oftmals nur Makulatur sind.

Parteipolitik im Fokus der Kritik

In wie weit läßt sich eine Demokratie tatsächlich als moderate Regierungsform rechtfertigen, wenn die praktizierte Parteipolitik ständig von Lobbyisten heimgesucht gegängelt wird, die Parteidoktrin sich letztlich durchsetzt, die gewählte Parteispitze den Kurs bestimmt? Vom Kader zur Basis folgen Mehrheitsbeschlüsse, an die sich alle richten mögen, ein Prozedere, was zunächst schlüssig wirkt.

Wenn da nicht Meinungsmache entscheidend mitschwingt. Schnell herbeigeführt als augenblickliches Ohnmachtsgefühl, sich Luft machen zu müssen, weil eben Parteien viel zu träge reagieren, den global-politischen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein scheinen. Wer nicht im Sinne eines inszenierten Protestes reagiert, darf sich nicht wundern, wenn Antworten ausbleiben, daß neue Parteien und Widerständ wächst wie im Fall der AfD. Genau deshalb schwindet das Vertrauen in bestehende Parteien?

Ein Blick in die Welt offenbart Ernüchterung

So wie die Tage in Brasilien, wo Dilmas Amtsenthebungsverfahren als abgekartetes Spiel längst absehbar war, die jetzt einsetzende Entwicklung nicht weiter verwundern sollte. Vom Regen in die Traufe, wobei ihr Widersacher alles andere als vertrauenswürdig.

Das gestaltet sich hoch oben im Norden des amerikanischen Kontinens im dort anhaltenden Wahlkampf sehr ähnlich, was das Gerangel um Machtverhältnisse anbelangt. Nur mit dem Unterschied, daß der Hegemon gleich die Weltpolitik bestimmen will. Das Volk, folglich die Menschen selbst, die Bürger der Länder, sollte sich stets die entscheidende Frage stellen: Wem nutzt Politik wirklich, Volk selbst in all ihren Folgen, die somit maßvoll aber gerecht agiert oder viel eher einer kleinen Elite, die mittels Konzerne sich kontinuierlich abgrenzt, dabei ihre Pfründe sich gönnt, während die große Masse sich gegenseitig belauert vor lauter Mißgunst?

Wir sollten wesentlich mehr in uns kehren und bestimmte Strömungen aufmerksamer beobachten, so schließe ich mit folgendem, eigenem Zitat:

„Wir können eine Meinung vertreten, sie herleiten aufgrund unserer persönlichen Lebenserfahrung. Des öfteren muß man beobachten, daß gezielte Ansichten, Vorverurteilungen bis hin zu Haßtiraden ungefiltert übernommen werden, um sie an anderen Stellen entgleisen zu lassen.“

Lotar Martin Kamm

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Eine Antwort zu Politische Machtwechsel oftmals nur Makulatur

  1. Sabine Adameit schreibt:

    Fakten und Fachinformationen scheinen nicht mehr gefragt. Da muss man ja richtig lesen! Blödzeitungsslogans sind doch viel einfacher…

    Gefällt 1 Person

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