1. Mai in Plauen: Aufwind des Rechtspopulismus beflügelt Gewaltszenarien


flickr.com/ pilot_micha/ (CC BY-NC 2.0)

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„Nationaler Sozialismus“ erneut auf dem Vormarsch?

Die Polizei mal wieder in harte Bedrängnis geraten, die zum Schutze aller Beteiligten bei den gestrigen 1. Mai-Kundgebungen für Ordnung sorgen soll im ganzen Lande. In Berlin herrschte meist eine friedliche Stimmung, bis auf kurze Gewalteskalationen am späten Abend.

Hingegen in Plauen, Sachsens fünftgrößter Stadt, der fortschreitende Aufwind des Rechtspopulismus, initiiert mittels PEGIDA und der AfD, Gewaltszenarien beflügelt, es gab Verletzte bei Demonstrationen der Rechten und Linken.

Plauen – Hochburg des Nationalsozialismus

Es fließet die Weiße Elster durchs Vogtland, mitten durch die Kreisstadt Plauen, welche vor bald 900 Jahren erbaut, im südwestlichsten Zipfel Sachsens, unweit der tschechischen Grenze, wo auch das Ascher Ländchen (tschechisch Ašsko), auch böhmisches Vogtland genannt, grenzt.

Während Heinrich der Ältere von Plauen, erster Sohn des Vogts von Plauen aus dem Hause Mühltroff, im Laufe seines Lebens als Hochmeister und „Retter des Deutschen Ordens“, gern mit dem Zitat aufwartete: „Besser gutlos als ehrlos“, fühlten sich Jahrhunderte später etliche dazu berufen, im Hitler-Deutschland dort noch zu Weimarer Zeiten der NSDAP beizutreten, die Hitlerjugend fand dort den Anfang, der Sitz der Gauleitung dieser rechtsradikalen Partei befand sich in Plauen von 1924-1933. Jene grausame Tradition faßt bis heute Fuß, die NPD erhielt vor 2 Jahren gar 4,6% der Wählerstimmen, es sitzen 2 Abgeordnete im Stadtrat.

Den braunen Teppich ausrollen – wiederholt sich die Geschichte in Deutschland?

Mit Blick zum gestrigen Ende des Parteitages der AdD in Stuttgart, bei dem das letztlich schon bekannte Partei-Programm vorgestellt wurde, attackieren die Union und die SPD erwartungsgemäß diese „wirre Rechtsaußen-Partei“, schließen eine Zusammenarbeit kategorisch aus. Das kennen wir doch irgendwoher, als ebenso Ende der 1970iger Jahre die Grünen sich zu etablieren begannen.

Wiederholt sich die Geschichte in Deutschland, denken wir zurück an die Weimarer Zeit, wo 1928 noch die Gelegenheit bestand, mit entspechendem Widerstand die aufkommende NSDAP zu stoppen? Ganz ausschließen läßt sich das nicht, denn sowohl damals als auch heute fließen gezielte Gelder in die Projekte des Rechtspopulismus, mit Blick zu Europa kann man den Trend nicht verkennen.

Freiheitlich demokratisch eine Illusion

Ein Antiamerikanismus verhilft ihnen genauso wie die Vereinnahmung der patriotischen Haltung eines Wladimir Putins, man spielt jede kritische Auseinandersetzung mit der Doktrin des Rechtspopulismus gegeneinander aus im weltpolitischen Gefüge, um die eigenen Interessen und Pfründe zu wahren. Bloß keinen Überblick erhalten, zumal im Pool aufkommender Verschwörungstheoretiker genügend Nischen sich einfinden, um krudes Gedankengut den Menschen zuzumuten, Hauptsache es wird per Ablenkung das eigene Ziel im Auge behalten, welches da in Wirklichkeit lautet: Nationalismus verhindert Weltoffenheit, um Massen erst recht zu knechten.

Was die USA auf ihre Weise anstreben, läßt der Rechtspopulismus auf seine Art aufleben. Im Ergebnis leidet am Ende das Volk, greift weiterhin die Ausbeutung auf allen Ebenen. Das System im System regiert stets rücksichtslos, egal ob mittels Parteipolitik oder von einem despotischen Herrscher vorangetrieben. Solange Mensch jene Fesseln nicht abstreift, verharrt die Welt im Bann dieser grausamen Realität.

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu 1. Mai in Plauen: Aufwind des Rechtspopulismus beflügelt Gewaltszenarien

  1. Pierre schreibt:

    Komisch, jeder Bürger, der die Schnauze voll hat von einer bürgerfreundlichen Politik, ist sofort ein nazi. Es wird auch noch soweit kommen, dass jeder TTIP Gegner und jeder Kritiker des US Imperialismus und der finanzoligarchie ein nazi wird. Kommt endlich runter vom Baum.

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  2. malocher schreibt:

    Rechtspopulismus ist die Gegenreaktion auf eine verfehlte linke Einwanderungs und Sozialpolitik.
    Hier wir eindeutig Politik gegen die Mehrheit der Deutschen Bevölkerung betrieben.

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